X
Zehntes Buch
Wirst du denn, liebe Seele, wohl einmal gut und lauter und einig mit dir selbst und ohne fremde Umhüllung und durchsichtiger sein, als der dich umgebende Leib? Froh werden eines liebenswürdigen und liebenden Charakters? Wirst du einmal befriedigt und bedürfnislos sein, nach nichts dich sehnend, nichts begehrend, weder Geistiges noch Ungeistiges, um daran eben nur Genuß zu haben? weder mehr an Zeit, noch mehr an Raum oder Gelegenheit, um den Genuß weiter auszudehnen? weder eine günstigere Temperatur der Luft, noch eine ansprechendere in deiner menschlichen Umgebung? vielmehr zufrieden sein mit eben der Lage, in der du dich befindest, dich überhaupt des Vorhandenen erfreuen und dich überzeugen, daß dir alles zu Gebote steht, daß sich alles wohl verhält und daß es von den Göttern kommt, sich also wohlverhalten muß, sofern es ihnen selbst wohlgefällig ist und sofern sie´s ja nur geben mit Rücksicht auf die Seligkeit des vollkommensten Wesens, des guten und gerechten und schönen, jenes Wesens, das alles dasjenige erzeugt und zusammenhält und umgibt und in sich faßt, was, wenn es sich auflöst, der Grund zur Entstehung eines anderen von ähnlicher Beschaffenheit wird? Wirst du mit einem Worte wohl einmal eine Seele sein, die mit Göttern und Menschen so verkehrt, daß du weder an ihnen etwas auszusehen hast, noch daß sie dich beschuldigen können?
Ἔσῃ ποτὲ ἆρα, ὦ ψυχή, ἀγαθὴ καὶ ἁπλῆ καὶ μία καὶ γυμνή, φανερωτέρα τοῦ περικειμένου σοι σώματος; γεύσῃ ποτὲ ἆρα τῆς φιλητικῆς καὶ στερκτικῆς διαθέσεως; ἔσῃ ποτὲ ἆρα πλήρης καὶ ἀνενδεὴς καὶ οὐδὲν ἐπιποθοῦσα οὐδὲ ἐπιθυμοῦσα οὐδενὸς οὔτε ἐμψύχου οὔτε ἀψύχου πρὸς ἡδονῶν ἀπολαύσεις; οὐδὲ χρόνου, ἐν ᾧ ἐπὶ μακρότερον ἀπολαύσεις; οὐδὲ τόπου ἢ χώρας ἢ ἀέρων εὐκρασίας; οὐδὲ ἀνθρώπων εὐαρμοστίας; ἀλλὰ ἀρκεσθήσῃ τῇ παρούσῃ καταστάσει καὶ ἡσθήσῃ τοῖς παροῦσι πᾶσι καὶ συμπείσεις σεαυτὴν ὅτι πάντα σοι παρὰ τῶν θεῶν πάρεστι, πάντα σοι εὖ ἔχει καὶ εὖ ἕξει, ὅσα φίλον αὐτοῖς καὶ ὅσα μέλλουσι δώσειν ἐπὶ σωτηρίᾳ τοῦ τελείου ζῴου, τοῦ ἀγαθοῦ καὶ δικαίου καὶ καλοῦ καὶ γεννῶντος πάντα καὶ συνέχοντος καὶ περιέχοντος καὶ περιλαμβάνοντος διαλυόμενα εἰς γένεσιν ἑτέρων ὁμοίων; ἔσῃ ποτὲ ἆρα τοιαύτη, οἵα θεοῖς τε καὶ ἀνθρώποις οὕτως συμπολιτεύεσθαι ὡς μήτε μέμφεσθαί τι αὐτοῖς μήτε καταγινώσκεσθαι ὑπ’ αὐτῶν;
Nachdem du erforscht, was deine Natur fordert, was rein nur ihrem Gebot entspricht, so führe dasselbe nun auch aus oder laß es zu, sofern dadurch das Triebleben an dir nicht schlechter wird. Dann frage dich, was ebendieser Seite deines Wesens entspricht und vergönne es dir, sofern dadurch das Vernünftige an dir nicht leidet — das Vernünftige, das immer zugleich auch ein Geselliges ist. Und wenn du diesen Grundsätzen folgst, bedarf es keines anderen Bestrebens.
Παρατήρει τί σου ἡ φύσις ἐπιζητεῖ ὡς ὑπὸ φύσεως μόνον διοικουμένου· εἶτα ποίει αὐτὸ καὶ προσίεσο, εἰ μὴ χεῖρον μέλλει διατίθεσθαί σου ἡ ὡς ζῴου φύσις. ἑξῆς δὲ παρατηρητέον τί ἐπιζητεῖ σου ἡ ὡς ζῴου φύσις, καὶ πᾶν τοῦτο παραληπτέον, εἰ μὴ χεῖρον μέλλει διατίθεσθαι ἡ ὡς ζῴου λογικοῦ φύσις· ἔστι δὲ τὸ λογικὸν εὐθὺς καὶ πολιτικόν. τούτοις δὴ κανόσι χρώμενος μηδὲν περιεργάζου.
Entweder hast du von Natur die Kraft, jedes dir begegnende Geschick zu ertragen oder es gebricht dir an dieser natürlichen Kraft. Trifft dich nun ein Schicksal, das zu ertragen du stark genug bist, sei nicht ungehalten und ertrage es durch deine natürliche Kraft. Übersteigt es aber diese natürliche Kraft, sei auch darüber nicht unwillig. Was dich zugrunde richtet, wird auch zugrunde gehen. Jedoch vergiß auch nicht, daß du bestimmt bist, alles zu ertragen, was erträglich und leidlich zu machen deine Vorstellung die Macht hat, durch den Gedanken nämlich, daß es dir heilsam oder daß es deine Pflicht sei.
Πᾶν τὸ συμβαῖνον ἤτοι οὕτω συμβαίνει ὡς πέφυκας αὐτὸ φέρειν ἢ ὡς οὐ πέφυκας αὐτὸ φέρειν. εἰ μὲν οὖν συμβαίνει σοι ὡς πέφυκας φέρειν. μὴ δυσχέραινε, ἀλλ’ ὡς πέφυκας φέρε. εἰ δὲ ὡς μὴ πέφυκας φέρειν, μὴ δυσχέραινε· φθαρήσεται γάρ σε ἀπαναλῶσαν. μέμνησο μέντοι ὅτι πέφυκας φέρειν πᾶν, περὶ οὗ ἐπὶ τῇ ὑπολήψει ἐστὶ τῇ σῇ φορητὸν καὶ ἀνεκτὸν αὐτὸ ποιῆσαι κατὰ φαντασίαν τοῦ συμφέρειν ἢ καθήκειν σεαυτῷ τοῦτο ποιεῖν.
Irrt sich jemand, so belehre ihn mit Wohlwollen und zeige ihm, was er übersehen hat! Vermagst du das aber nicht, so klage dich selbst an oder auch dich selbst nicht einmal!
Εἰ μὲν σφάλλεται, διδάσκειν εὐμενῶς καὶ τὸ παρορώμενον δεικνύναι. εἰ δὲ ἀδυνατεῖς, σεαυτὸν αἰτιᾶσθαι ἢ μηδὲ σεαυτόν.
Alles, was dir geschieht, ist dir von Ewigkeit her vorausbestimmt. Jener große Zusammenhang von Ursache und Wirkung hat beides, dein Dasein und dieses dein Geschick, von Ewigkeit aufs innigste verwoben.
Ὅ τι ἄν σοι συμβαίνῃ, τοῦτό σοι ἐξ αἰῶνος προκατεσκευάζετο καὶ ἡ ἐπιπλοκὴ τῶν αἰτίων συνέκλωθε τήν τε σὴν ὑπόστασιν ἐξ ἀιδίου καὶ τὴν τούτου σύμβασιν.
Mag die Welt ein Gewirr von Atomen oder ein geordnetes Ganzes sein, mein erster Grundsatz sei: Ich bin ein Teil des Ganzen und stehe unter der Herrschaft der Natur. — Der zweite: Ich hänge mit allen gleichartigen Teilen eng zusammen. Eingedenk des ersten Grundsatzes werde ich nicht unzufrieden sein, was mir auch für Anteil am Ganzen zugedacht ist. Es kann nichts einem Teil schaden, was dem Ganzen zuträglich ist. Denn das Ganze enthält nichts, was ihm nicht selbst zuträglich wäre. Sämtliche Wesen haben das miteinander gemein, daß sie von keinem ihnen äußerlichen Umstande gezwungen werden können etwas hervorzubringen, was ihnen selbst schädlich wäre. Und dasselbe gilt natürlich auch von der ganzen Welt. Was aber dem Ganzen nützt, kann dem Teile nicht schädlich sein, d.h. ich darf nicht klagen über das, was von dem All mir zugeteilt wird. Sofern ich aber mit den mir gleichartigen Teilen zusammenhänge, werde ich nichts gegen das Gemeinwohl unternehmen, vielmehr werde ich, mit steter Rücksicht auf die mir gleichartigen Wesen, mein Streben ganz auf das gemeine Beste richten und vom Gegenteil ablenken. Führe ich diese Vorsätze aus, muß mein Leben glücklich dahinfließen, so glücklich, als nach Erfahrung das Leben eines Bürgers verläuft, das von einer seine Mitbürger beglückenden Tat zur anderen fortschreitet und mit Freuden übernimmt, was ihm der Staat auch auferlegt.
Εἴτε ἄτομοι εἴτε φύσις, πρῶτον κείσθω ὅτι μέρος εἰμὶ τοῦ ὅλου ὑπὸ φύσεως διοικουμένου· ἔπειτα, ὅτι ἔχω πως οἰκείως πρὸς τὰ ὁμογενῆ μέρη. τούτων γὰρ μεμνημένος, καθότι μὲν μέρος εἰμί, οὐδενὶ δυσαρεστήσω τῶν ἐκ τοῦ ὅλου ἀπονεμομένων· οὐδὲν γὰρ βλαβερὸν τῷ μέρει ὃ τῷ ὅλῳ συμφέρει. οὐ γὰρ ἔχει τι τὸ ὅλον ὃ μὴ συμφέρει ἑαυτῷ, πασῶν μὲν φύσεων κοινὸν ἐχουσῶν τοῦτο, τῆς δὲ τοῦ κόσμου προσειληφυίας τὸ μηδὲ ὑπό τινος ἔξωθεν αἰτίας ἀναγκάζεσθαι βλαβερόν τι ἑαυτῇ γεννᾶν. κατὰ μὲν δὴ τὸ μεμνῆσθαι ὅτι μέρος εἰμὶ ὅλου τοῦ τοιούτου, εὐαρεστήσω παντὶ τῷ ἀποβαίνοντι, καθόσον δὲ ἔχω πως οἰκείως πρὸς τὰ ὁμογενῆ μέρη, οὐδὲν πράξω ἀκοινώνητον, μᾶλλον δὲ στοχάσομαι τῶν ὁμογενῶν καὶ πρὸς τὸ κοινῇ συμφέρον πᾶσαν ὁρμὴν ἐμαυτοῦ ἄξω καὶ ἀπὸ τοὐναντίου ἀπάξω. τούτων δὲ οὕτως περαινομένων ἀνάγκη τὸν βίον εὐροεῖν, ὡς ἂν καὶ πολίτου βίον εὔρουν ἐπινοήσειας προιόντος διὰ πράξεων τοῖς πολίταις λυσιτελῶν καὶ ὅπερ ἂν ἡ πόλις ἀπονέμῃ, τοῦτο ἀσπαζομένου.
Alle Teile des Ganzen, das heißt die vom Weltraum umschlossenen Dinge müssen notwendig zerstört oder mit einem richtigen Ausdruck umgewandelt werden. Wäre nun dies von Natur aus ein Übel für sie, so stünde das Ganze bei dem steten Wechsel der Teile und ihrem vorausbestimmten Untergang unter keiner guten Leitung. Denn sollte die Natur selbst die Einrichtung getroffen haben, ihren eigenen Teilen Schlimmes zuzufügen, ja sie nicht nur ins Unglück zu stürzen, sondern diesen Sturz sogar notwendig machen? Oder sollte es ihr verborgen sein, daß derartiges einträte? Beides ist nicht zu glauben. Wollte nun jemand, von der Allnatur absehend, diese Umwandlung nur aus dem Wesen der Dinge ableiten, so ist es bei alledem lächerlich, einerseits zu behaupten, daß die Teile des Ganzen sich ihrer Anlage nach verwandeln müssen, und andererseits sich über manches Naturereignis zu verwundern oder zu ärgern, zumal die Auflösung in jene Teile erfolgt, aus denen das Ding entstanden ist, sei diese nun eine Zerstäubung der Grundstoffe, woraus es zusammengesetzt war, oder ein Übergang, z.B. der festen Teile in das Erdige, der geistigen in das Luftige, so daß auch diese in den Keimstoff des Weltganzen aufgenommen werden, mag dieses nun nach einem bestimmten Kreislauf der Zeit in Feuer auflodern oder sich in stetem Wechsel wieder erneuen. Bilde dir aber nicht ein, daß jene festen und geistigen Teile von Geburt an dir kleben. Dies alles ist dir vielmehr erst von gestern und vorgestern durch Speisen und eingeatmete Luft zugeflossen. Mithin wird nur das, was deine Natur auf solche Art angenommen, nicht aber das, was von der Mutter Natur dir angeboren ist, umgewandelt. Wolltest du aber auch vorgeben, daß diese jenes mit deiner besonderen Eigentümlichkeit so eng verflochten habe, so halte ich dieses Vorgeben in der Tat für einen nichtigen Einwurf gegen meine Behauptung.
Τοῖς μέρεσι τοῦ ὅλου, ὅσα φύσει περιέχεται ὑπὸ τοῦ κόσμου, ἀνάγκη φθείρεσθαι· λεγέσθω δὲ τοῦτο σημαντικῶς τοῦ ἀλλοιοῦσθαι. εἰ δὲ φύσει κακόν τε καὶ ἀναγκαῖόν ἐστι τοῦτο αὐτοῖς, οὐκ ἂν τὸ ὅλον καλῶς διεξάγοιτο τῶν μερῶν εἰς ἀλλοίωσιν ἰόντων καὶ πρὸς τὸ φθείρεσθαι διαφόρως κατεσκευασμένων. πότερον γὰρ ἐπεχείρησεν ἡ φύσις αὐτὴ τὰ ἑαυτῆς μέρη κακοῦν καὶ περιπτωτικὰ τῷ κακῷ καὶ ἐξ ἀνάγκης ἔμπτωτα εἰς τὸ κακὸν ποιεῖν, ἢ ἔλαθεν αὐτὴν τοιάδε τινὰ γινόμενα; ἀμφότερα γὰρ ἀπίθανα. εἰ δέ τις καὶ ἀφέμενος τῆς φύσεως κατὰ τὸ πεφυκέναι ταῦτα ἐξηγοῖτο, καὶ ὣς γελοῖον ἅμα μὲν φάναι πεφυκέναι τὰ μέρη τοῦ ὅλου μεταβάλλειν, ἅμα δὲ ὡς ἐπί τινι τῶν παρὰ φύσιν συμβαίνοντι θαυμάζειν ἣ δυσχεραίνειν, ἄλλως τε καὶ τῆς διαλύσεως εἰς ταῦτα γινομένης, ἐξ ὧν ἕκαστον συνίσταται. ἤτοι γὰρ σκεδασμὸς στοιχείων, ἐξ ὧν συνεκρίθη, ἢ τροπὴ τοῦ μὲν στερεμνίου εἰς τὸ γεῶδες, τοῦ δὲ πνευματικοῦ εἰς τὸ ἀερῶδες, ὥστε καὶ ταῦτα ἀναληφθῆναι εἰς τὸν τοῦ ὅλου λόγον, εἴτε κατὰ περίοδον ἐκπυρουμένου εἴτε ἀιδίοις ἀμοιβαῖς ἀνανεουμένου. καὶ τὸ στερέμνιον δὲ καὶ τὸ πνευματικὸν μὴ φαντάζου τὸ ἀπὸ τῆς πρώτης γενέσεως· πᾶν γὰρ τοῦτο ἐχθὲς καὶ τρίτην ἡμέραν ἐκ τῶν σιτίων καὶ τοῦ ἑλκομένου ἀέρος τὴν ἐπιρροὴν ἔλαβεν· τοῦτο οὖν ὃ ἔλαβε μεταβάλλει, οὐχ ὃ ἡ μήτηρ ἔτεκεν. ὑπόθου δ’ ὅτι ἐκείνῳ σε λίαν προσπλέκει τῷ ἰδίως ποιῷ, οὐδὲν ὄντι οἶμαι πρὸς τὸ νῦν λεγόμενον.
Hast du die Namen: gut, ehrfürchtig, wahrhaft, verständig, gleichmütig, hochherzig dir beigelegt, so sorge dafür, daß du sie nie verlierst oder immer bald wieder erwirbst. Aber bedenke auch, was sie besagen! Verstand — ein sorgsam erworbenes, gründliches Wissen um einzelnes? Gleichmut — ein bereitwilliges Aufnehmen des von der Natur uns Zuerkannten? Hochherzigkeit — ein Erhabensein des Geistes über jede leise oder laute Regung im Fleisch, über das, was man Ehre nennt, auch über den Tod und alles dieses. Vermagst du nun, dich diesen Namen zu erhalten, ohne doch gerade danach zu streben, daß andere dich bei ihnen nennen, so wirst du ein anderer Mensch sein und ein anderes Leben anfangen. Bleibst du aber noch ferner, wie du bisher warst, fährst fort in einer Lebensweise, die dich befleckt und aufreibt, so bist du ein gewissenloser Mensch, ein Mensch, der eben nichts als leben will, und gleichst jenen Halbmenschen, die man mit wilden Tieren kämpfen läßt, die nämlich, wenn sie mit Wunden bedeckt und mit Blut besudelt sind, inständigst bitten, man möchte sie doch bis auf den folgenden Tag aufheben, um — wieder vorgeworfen zu werden denselben Krallen und denselben Zähnen. Also tauche dein Wesen in jene wenigen Namen. Und wenn du es nur irgend ermöglichen kannst, halte bei ihnen aus, wie einer, der auf den Inseln der Seligen gelandet. Merkst du aber, daß man dich heraustreiben will und daß du nicht obsiegen wirst, so ziehe dich eilig in einen Winkel zurück wo du dich wahren kannst? oder — verlasse das Leben! — Um jener Namen eingedenk zu bleiben, ist es kein schlechtes Hilfsmittel, sich die Götter vorzuhalten, die nicht sowohl begehren, daß man sie schmeichelnd verehre, als daß alle vernunftbegabten Wesen ihnen ähnlich werden, und daß der Mensch tue, was des Menschen ist.
Ὀνόματα θέμενος σαυτῷ ταῦτα· ἀγαθός, αἰδήμων, ἀληθής, ἔμφρων, σύμφρων, ὑπέρφρων, πρόσεχε μήποτε μετονομάζῃ, κἂν ἀπολλύῃς ταῦτα τὰ ὀνόματα,ταχέως ἐπάνιθι ἐπ’ αὐτά. μέμνησο δὲ ὅτι τὸ μὲν ἔμφρων ἐβούλετό σοι σημαίνειν τὴν ἐφ’ ἕκαστα διαληπτικὴν ἐπίστασιν καὶ τὸ ἀπαρενθύμητον· τὸ δὲ σύμφρων τὴν ἑκούσιον ἀπόδεξιν τῶν ὑπὸ τῆς κοινῆς φύσεως ἀπονεμομένων· τὸ δὲ ὑπέρφρων τὴν ὑπέρτασιν τοῦ φρονοῦντος μορίου ὑπὲρ λείαν ἣ τραχεῖαν κίνησιν τῆς σαρκὸς καὶ τὸ δοξάριον καὶ τὸν θάνατον καὶ ὅσα τοιαῦτα. καὶ ἐὰν οὖν διατηρῇς σεαυτὸν ὲν τούτοις τοῖς ὀνόμασι μὴ γλιχόμενος τοῦ ὑπ’ ἄλλων κατὰ ταῦτα ὀνομάζεσθαι, ἔσῃ ἕτερος καὶ εἰς βίον εἰσελεύσῃ ἕτερον. τὸ γὰρ ἔτι τοιοῦτον εἶναι οἷος μέχρι νῦν γέγονας, καὶ ἐν βίῳ τοιούτῳ σπαράσσεσθαι καὶ μολύνεσθαι, λίαν ἐστὶν ἀναισθήτου καὶ φιλοψύχου καὶ ὁμοίου τοῖς ἡμιβρώτοις θηριομάχοις, οἵτινες μεστοὶ τραυμάτων καὶ λύθρου παρακαλοῦσιν ὅμως εἰς τὴν αὔριον φυλαχθῆναι, παραβληθησόμενοι τοιοῦτοι τοῖς αὐτοῖς ὄνυξι καὶ δήγμασιν. ἐμβίβασον οὖν σαυτὸν εἰς τὰ ὀλίγα ταῦτα ὀνόματα, κἂν μὲν ἐπ’ αὐτῶν μένειν δύνῃ, μένε ὥσπερ εἰς μακάρων τινὰς νήσους μετῳκισμένος· ἐὰν δὲ αἴσθῃ ὅτι ἐκπίπτεις καὶ οὐ περικρατεῖς, ἄπιθι θαρρῶν εἰς γωνίαν τινά, ὅπου κρατήσεις, ἢ καὶ παντάπασιν ἔξιθι τοῦ βίου, μὴ ὀργιζόμενος, ἀλλὰ ἁπλῶς καὶ ἐλευθέρως καὶ αἰδημόνως, ἕν γε τοῦτο μόνον πράξας ἐν τῷ βίῳ τὸ οὕτως ἐξελθεῖν. πρὸς μέντοι τὸ μεμνῆσθαι τῶν ὀνομάτων μεγάλως συλλήψεταί σοι τὸ μεμνῆσθαι θεῶν καὶ ὅτιπερ οὐ κολακεύεσθαι οὗτοι θέλουσιν, ἀλλὰ ἐξομοιοῦσθαι ἑαυτοῖς τὰ λογικὰ πάντα καὶ εἶναι τὴν μὲν συκῆν τὰ συκῆς ποιοῦσαν, τὸν δὲ κύνα τὰ κυνός, τὴν δὲ μέλισσαν τὰ μελίσσης, τὸν δὲ ἄνθρωπον τὰ ἀνθρώπου.
Hast du hohe und heilige Wahrheiten dir ohne selbständiges Forschen eben nur eingebildet, so werden sie dir auch wieder abhanden kommen, so können Komödienspiel, Anfeindung, Furcht, Schrecken, Knechtschaft sie dir täglich entreißen. Es gilt aber, sich eine solche Anschauungs- und Lebensweise anzueignen, daß man das Vorliegende sofort abzutun jederzeit bereit ist und doch dabei weder die geistige Ausbildung außer acht läßt, noch das Vertrauen verleugnet, womit uns jede tiefere Erkenntnis der Dinge erfüllt, das zwar an sich ein innerliches ist, doch aber nicht verborgen bleiben kann. Denn alsdann wirst du deiner Lauterkeit, deiner Würde froh werden, was jedes Ding seinem Wesen nach ist, welche Stelle es in der Welt einnimmt, wie lang es seiner Natur nach dauern wird, aus welchen Teilen es besteht, wem es zufallen, wer es geben und rauben kann.
Μῖμος, πόλεμος, πτοία, νάρκα, δουλεία· καθ’ ἡμέραν ἀπαλείψεταί σου τὰ ἱερὰ ἐκεῖνα δόγματα, ὁπόσα ἀφυσιολογήτως φαντάζῃ καὶ παραπέμπεις. δεῖ δὲ πᾶν οὕτω βλέπειν καὶ πράσσειν ὥστε καὶ τὸ πρακτικὸν ἅμα συντελεῖσθαι καὶ ἅμα τὸ θεωρητικὸν ἐνεργεῖσθαι καὶ τὸ ἐκ τῆς περὶ ἑκάστων ἐπιστήμης αὔθαδες σῴζεσθαι λανθάνον, οὐχὶ κρυπτόμενον. πότε γὰρ ἁπλότητος ἀπολαύσεις; πότε δὲ σεμνότητος; πότε δὲ τῆς ἐφ’ ἑκάστου γνωρίσεως, τί τε ἐστὶ κατ̓ οὐσίαν καὶ τίνα χώραν ἔχει ἐν τῷ κόσμῳ καὶ ἐπὶ πόσον πέφυκεν ὑφίστασθαι καὶ ἐκ τίνων συγκέκριται καὶ τίσι δύναται ὑπάρχειν καὶ τίνες δύνανται αὐτὸ διδόναι τε καὶ ἀφαιρεῖσθαι;
Eine kleine Spinne ist stolz darauf, wenn sie eine Fliege erjagt hat, jener Mensch, wenn er ein Häschen, dieser, wenn er in seinem Netz eine Sardelle, ein dritter, wenn er einen Eber oder Bären, und noch ein anderer, wenn er Sarmaten fängt. Sind aber diese, wenn man die Triebfeder untersucht, nicht insgesamt Räuber?
Ἀράχνιον μυῖαν θηρᾶσαν μέγα φρονεῖ, ἄλλος δὲ λαγίδιον, ἄλλος δὲ ὑποχῇ ἀφύην, ἄλλος δὲ συίδια, ἄλλος δὲ ἄρκτους, ἄλλος Σαρμάτας. οὗτοι γὰρ οὐ λῃσταί, ἐὰν τὰ δόγματα ἐξετάζῃς;
Erwirb dir die Kenntnis, die Art der Verwandlung aller Dinge ineinander wissenschaftlich zu untersuchen. Merke beständig darauf und übe dies in diesem Fach! Denn nichts fördert so gut die Hochherzigkeit. Wer diese besitzt, hat seinen Leib schon abgestreift und wenn er bedenkt, daß er in nicht gar langer Zeit dieses alles verlassen und aus dem Menschenleben scheiden muß, so übergibt er sich in betreff dessen, was er leistet, ganz allein der Rechtschaffenheit, in betreff seiner Schicksale aber der Natur. Was jedoch andere von ihm sagen oder urteilen oder ihm zuleid tun mögen, das läßt er sich nicht anfechten. Denn mit den zwei Punkten, erstens das gut zu tun, was man zu tun hat, und zweitens in Liebe hinzunehmen, was einem beschieden ist, läßt er alle anderen Aufgaben und Ziele fahren. Er will nichts, als auf dem Pfad des Gesetzes seinen Zweck zu verfolgen und also der Gottheit nachzustreben, die gleichfalls geraden Wegs auf ihr Ziel zugeht.
Πῶς εἰς ἄλληλα πάντα μεταβάλλει, θεωρητικὴν μέθοδον κτῆσαι καὶ διηνεκῶς πρόσεχε καὶ συγγυμνάσθητι περὶ τοῦτο τὸ μέρος· οὐδὲν γὰρ οὕτως μεγαλοφροσύνης ποιητικόν. ἐξεδύσατο τὸ σῶμα καὶ ἐννοήσας ὅτι ὅσον οὐδέπω πάντα ταῦτα καταλιπεῖν ἀπιόντα ἐξ ἀνθρώπων δεήσει, ἀνῆκεν ὅλον ἑαυτὸν δικαιοσύνῃ μὲν εἰς τὰ ὑφ’ ἑαυτοῦ ἐνεργούμενα, ἐν δὲ τοῖς ἄλλοις συμβαίνουσι τῇ τῶν ὅλων φύσει. τί δ’ ἐρεῖ τις ἢ ὑπολήψεται περὶ αὐτοῦ ἢ πράξει κατ’ αὐτοῦ, οὐδ’ εἰς νοῦν βάλλεται, δύο τούτοις ἀρκούμενος, εἰ αὐτὸς δικαιοπραγεῖ τὸ νῦν πρασσόμενον καὶ φιλεῖ τὸ νῦν ἀπονεμόμενον ἑαυτῷ· ἀσχολίας δὲ πάσας καὶ σπουδὰς ἀφῆκε καὶ οὐδὲν ἄλλο βούλεται ἢ εὐθεῖαν περαίνειν διὰ τοῦ νόμου καὶ εὐθεῖαν περαίνοντι ἕπεσθαι τῷ θεῷ.
Kommentar
Was für ein Bedenken hält dich ab, vor allem zu sehen, was der Augenblick zu tun gebietet? Freilich mußt du's völlig erwogen haben, ehe du getrost und unbeirrt daran gehen kannst. Ist dir also noch irgend etwas daran unklar, so halte an und ziehe die Besten zu Rat. Sonst aber, tritt auch ein Hindernis dir in den Weg, schreite nur besonnen vorwärts, den einmal empfundenen Antrieben folgend und treu dich haltend an das, was dir als das Rechte erschienen ist. Denn dies zu verfolgen bleibt immer das Beste. Ihm untreu werden heißt von seiner eigenen Natur abfallen. Darum sage ich, daß wer in allen Stücken der Vernunft gehorcht, ruhig und leicht bewegt, heiter und ernst zugleich zu sein vermag.
Τίς ὑπονοίας χρεία παρὸν σκοπεῖν τί δεῖ πραχθῆναι, κἂν μὲν συνορᾷς, εὐμενῶς, ἀμεταστρεπτὶ ταύτῃ χωρεῖν· ἐὰν δὲ μὴ συνορᾷς, ἐπέχειν καὶ συμβούλοις τοῖς ἀρίστοις χρῆσθαι· ἐὰν δὲ ἕτερά τινα πρὸς ταῦτα ἀντιβαίνῃ, προιέναι κατὰ τὰς παρούσας ἀφορμὰς λελογισμένως, ἐχόμενον τοῦ φαινομένου δικαίου; ἄριστον γὰρ κατατυγχάνειν τούτου, ἐπεί τοι ἥ γε ἀπόπτωσις ἀπὸ τούτου ἐστίν. σχολαῖόν τι καὶ ἅμα εὐκίνητόν ἐστι καὶ φαιδρὸν ἅμα καὶ συνεστηκὸς ὁ τῷ λόγῳ κατὰ πᾶν ἑπόμενος.
Kommentar
Frage dich, sobald du des Morgens aufgestanden bist: geht es dich etwas an, ob ein anderer das Gute und Rechte tut? Nichts geht´s dich an. Hast du vergessen, was das für Leute sind, die ewig nur zu loben oder zu tadeln wissen? wie sie´s treiben auf ihrem Lager, bei Tafel, überall, was es für Diebe und Räuber sind, nicht äußerlich mit Händen und Füßen, sondern innerlich an dem kostbarsten Teile ihres Wesens, mit dem sie sich doch, wenn sie wollten, Glauben, Ehrfurcht Wahrheit, Sitte, den guten Genius zu eigen machen könnten.
Πυνθάνεσθαι ἑαυτοῦ εὐθὺς ἐξ ὕπνου γενόμενον· μήτι διοίσει σοι, ἐὰν ὑπὸ ἄλλου ψέγηται τὰ δίκαια καὶ καλῶς ἔχοντα; οὐ διοίσει. μήτι ἐπιλέλησαι ὅτι οὗτοι οἱ ἐν τοῖς περὶ ἄλλων ἐπαίνοις καὶ ψόγοις φρυαττόμενοι τοιοῦτοι μὲν ἐπὶ τῆς κλίνης εἰσί, τοιοῦτοι δὲ ἐπὶ τῆς τραπέζης, οἷα δὲ ποιοῦσιν, οἷα δὲ φεύγουσιν, οἷα δὲ διώκουσιν, οἷα δὲ κλέπτουσιν, οἷα δὲ ἁρπάζουσιν, οὐ χερσὶ καὶ ποσίν, ἀλλὰ τῷ τιμιωτάτῳ ἑαυτῶν μέρει, ὃ γίνεται ὅταν θέλῃ, πίστις, αἰδώς, ἀλήθεια, νόμος, ἀγαθὸς δαίμων;
Der wohlgesittete und ehrfurchtsvolle Mensch sagt zur Natur, der alles spendenden und wieder nehmenden: gib, was du willst, und nimm, was du willst. Er spricht´s nicht etwa, zu besonderem Mut sich aufraffend, sondern aus reinem Gehorsam und aus Liebe.
Τῇ πάντα διδούσῃ καὶ ἀπολαμβανούσῃ φύσει ὁ πεπαιδευμένος καὶ αἰδήμων λέγει· δὸς ὃ θέλεις· ἀπόλαβε ὃ θέλεις. λέγει δὲ τοῦτο οὐ καταθρασυνόμενος, ἀλλὰ πειθαρχῶν μόνον καὶ εὐνοῶν αὐτῇ.
Du hast nur noch wenig zu leben. Lebe wie auf einem Berge! Gleichviel wo in der Welt du lebst, denn die Welt ist ein Menschenverein. Und die Menschen sollen eben den wahren Menschen, den der Natur gemäß lebenden schauen und beschauen. Mögen sie ihn immerhin aus dem Wege räumen, wenn sie ihn nicht vertragen können.
Ὀλίγον ἐστὶ τὸ ὑπολειπόμενον τοῦτο. ζῆσον ὡς ἐν ὄρει· οὐδὲν γὰρ διαφέρει ἐκεῖ ἢ ὧδε, ἐάν τις πανταχοῦ ὡς ἐν πόλει τῷ κόσμῳ. ἰδέτωσαν, ἱστορησάτωσαν οἱ ἄνθρωποι ἄνθρωπον ἀληθινὸν κατὰ φύσιν ζῶντα. εἰ μὴ φέρουσιν, ἀποκτεινάτωσαν· κρεῖττον γὰρ ἢ οὕτως ζῆν.
Nun gilt es nicht mehr zu untersuchen, was ein tüchtiger Mensch sei, sondern einer zu sein.
Μηκέθ’ ὅλως περὶ τοῦ οἷόν τινα εἶναι τὸν ἀγαθὸν ἄνδρα διαλέγεσθαι, ἀλλὰ εἶναι τοιοῦτον.
Der Gedanke an die Ewigkeit und an das Weltall sei dir stets nahe: verglichen mit dem All wird dir dann alles als ein Körnlein und mit der Ewigkeit verglichen wie ein Handumdrehen erscheinen.
Τοῦ ὅλου αἰῶνος καὶ τῆς ὅλης οὐσίας συνεχῶς φαντασία καὶ ὅτι πάντα τὰ κατὰ μέρος, ὡς μὲν πρὸς οὐσίαν, κεγχραμίς, ὡς δὲ πρὸς χρόνον, τρυπάνου περιστροφή.
Jedes Sinnenwesen, das du betrachtest, stelle dir in seiner Auflösung, Verwandlung, gleichsam Verwesung oder Vernichtung vor oder von der Seite, die ihm von der Natur gleichsam als die vergehende bestimmt ist.
Εἰς ἕκαστον τῶν ὑποκειμένων ἐφιστάντα ἐπινοεῖν αὐτὸ ἤδη διαλυόμενον καὶ ἐν μεταβολῇ καὶ οἷον σήψει ἢ σκεδάσει γινόμενον ἢ καθότι ἕκαστον πέφυκεν ὥσπερ θνῄσκειν.
Kommentar
Was sind denn die Esser und Trinker und Schläfer und Erzeuger und was sie sonst machen? was sind sie, die sich aufblähen und so hoch drein schauen, die so zornig sind und so von oben herab urteilen? Vor kurzem — wem haben sie gedient und um welchen Preis? Und wieder eine kleine Weile — wo sind sie dann?
Οἷοί εἰσιν ἐσθίοντες, καθεύδοντες, ὀχεύοντες, ἀποπατοῦντες, τὰ ἄλλα· εἶτα οἷοι ἀνδρονομούμενοι καὶ γαυρούμενοι ἢ χαλεπαίνοντες καὶ ἐξ ὑπεροχῆς ἐπιπλήττοντες, πρὸ ὀλίγου δὲ ἐδούλευον πόσοις καὶ δι’ οἷα· καὶ μετ’ ὀλίγον ἐν τοιούτοις ἔσονται.
Kommentar
Nicht bloß, was die Natur dem Menschen schickt, ist ihm zuträglich, sondern es ist ihm auch gerade dann von Nutzen, wann sie´s schickt.
Συμφέρει ἑκάστῳ ὃ φέρει ἑκάστῳ ἡ τῶν ὅλων φύσις, καὶ τότε συμφέρει ὅτε ἐκείνη φέρει.
Der Regen — ein Liebling der Erde; doch auch des blauen Himmels Liebling. Das Weltall liebt zu tun (sagt man nicht: “liebt, zu tun?”) alles, was eben geschehen soll. Ich also sage zu ihm: deine Liebe ist auch meine.
ʽἘρᾷ μὲν ὄμβρου γαῖα, ἐρᾷ δὲ ὁ σεμνὸς αἰθήρ,ʼ ἐρᾷ δὲ ὁ κόσμος ποιῆσαι ὃ ἂν μέλλῃ γίνεσθαι. λέγω οὖν τῷ κόσμῳ ὅτι σοὶ συνερῶ. μήτι δὲ οὕτω κἀκεῖνο λέγεται, ὅτι· φιλεῖ τοῦτο γίνεσθαι;
Entweder du lebst hier, wie du gewohnt bist, oder du kommst anderswohin, wie du am Ende auch gewollt oder du stirbst und hast ausgedient. Das ist alles. Drum sei guten Muts!
Ἤτοι ἐνταῦθα ζῇς καὶ ἤδη εἴθικας· ἢ ἔξω ὑπάγεις καὶ τοῦτο ἤθελες· ἢ ἀποθνῄσκεις καὶ ἀπελειτούργησας. παρὰ δὲ ταῦτα οὐδέν. οὐκοῦν εὐθύμει.
Vergiß nicht, daß du da, wo du lebst, ganz dasselbe hast, was du im Gebirge oder an der See oder sonstwo, wohin du dich sehnst, haben würdest. Dem Hirten, sagt Plato, der so bei seiner Hürde auf dem Berge weidet, ist´s nicht anders zumute, wie dem, den eine Stadtmauer umgibt.
Ἐναργὲς ἔστω ἀεὶ τὸ ὅτι τοιοῦτο ἐκεῖνο ὁ ἀγρός ἐστι καὶ πῶς πάντα ἐστὶ τὰ αὐτὰ ἐνθάδε τοῖς ἐν ἄκρῳ τῷ ὄρει ἢ ἐπὶ τοῦ αἰγιαλοῦ ἢ ὅπου θέλεις. ἄντικρυς γὰρ εὑρήσεις τὰ τοῦ Πλάτωνος· ʽσηκὸν ἐν ὄρει, φησί, περιβαλλόμενος καὶ βδάλλων βληχήματα.ʼ
Wozu das Herrschende in mir? Und was mache ich jetzt selbst aus ihm? Oder wozu bediene ich mich jetzt seiner? Ist es ohne Einsicht? Oder von der Gemeinschaft getrennt und abgerissen? Oder so an das Fleisch gekettet und mit ihm verschmolzen, daß es alle seine Bewegungen teilen muß?
Τί ἐστί μοι τὸ ἡγεμονικόν μου καὶ ποῖόν τι αὐτὸ ἐγὼ ποιῶ νῦν καὶ πρὸς τί ποτε αὐτῷ νῦν χρῶμαι; μήτι κενὸν νοῦ ἐστι; μήτι ἀπόλυτον καὶ ἀπεσπασμένον κοινωνίας; μήτι προστετηκὸς καὶ ἀνακεκραμένον τῷ σαρκιδίῳ, ὥστε τούτῳ συντρέπεσθαι;
Wer seinem Herrn entläuft, ist ein Ausreißer. Der Herr ist das Gesetz; wer also der Befolgung des Gesetzes sich entzieht, ist ein Ausreißer. Nicht minder aber verdient diesen schimpflichen Namen auch der, der sich erzürnt oder betrübt oder fürchtet. Denn er will nicht, daß geschehen wäre oder geschehe oder geschehen soll, was der alles Verwaltende, der allen Gesetz ist, bestimmt.
Ὁ τὸν κύριον φεύγων δραπέτης· κύριος δὲ ὁ νόμος καὶ ὁ παρανομῶνδραπέτης. ἀλλὰ καὶ ὁ λυπούμενος ἢ ὀργιζόμενος ἢ φοβούμενος οὐ βούλεταί τι γεγονέναι ἢ γίνεσθαι ἢ γενήσεσθαι τῶν ὑπὸ τοῦ τὰ πάντα διοικοῦντος τεταγμένων, ὅς ἐστι νόμος, νέμων ὅσα ἑκάστῳ ἐπιβάλλει. ὁ ἄρα φοβούμενος ἢ λυπούμενος ἢ ὀργιζόμενος δραπέτης. οὖν
Der eine vertraut dem Mutterschoß den Samen und geht dann fort. Dann nimmt eine andere wirkende Kraft den Samen auf, verarbeitet ihn und vollendet die Bildung des Kindes. Welch ein Wesen aus solchem Stoff! Wieder schluckt die Mutter durch den Schlund Nahrung. Dann nimmt diese eine andere wirkende Kraft auf und bewirkt daraus Empfindung, Reife und überhaupt Leben und Stärke und wer weiß wieviele und welcherlei Dinge sonst! Betrachte nur die verborgenen Wirkungen und lerne die hierbei tätige Kraft kennen, wie wir auch die Kraft, vermöge der die Körper sich senken oder steigen, zwar nicht sichtbar aber doch geistig wahrnehmen.
Σπέρμα εἰς μήτραν ἀφεὶς ἀπεχώρησε καὶ λοιπὸν ἄλλη αἰτία παραλαβοῦσα ἐργάζεται καὶ ἀποτελεῖ βρέφος· ἐξ οἵου οἷον; πάλιν· τροφὴν διὰ φάρυγγος ἀφῆκε καὶ λοιπὸν ἄλλη αἰτία παραλαβοῦσα αἴσθησιν καὶ ὁρμὴν καὶ τὸ ὅλον ζωὴν καὶ ῥώμην καὶ ἄλλα (ὅσα καὶ οἷα;) ποιεῖ. ταῦτα οὖν ἐν τοιαύτῃ ἐγκαλύψει γινόμενα θεωρεῖν καὶ τὴν δύναμιν οὕτως ὁρᾶν, ὡς καὶ τὴν βρίθουσαν καὶ τὴν ἀνωφερῆ ὁρῶμεν, οὐχὶ τοῖς ὀφθαλμοῖς, ἀλλ’ οὐχ ἧττον ἐναργῶς.
Denke stets daran, daß alles, wie es jetzt ist, auch einst war und dann schließe, daß es künftig ebenso sein werde. Stelle dir alle gleichartigen Schauspiele und Auftritte vor, die du aus Erfahrung oder aus der Geschichte kennst, z.B., den ganzen Hof Hadrians, den ganzen Hof Antonins, den ganzen Hof Philipps, Alexanders und den Hof des Krösus. Überall dasselbe Schauspiel, nur von anderen Personen gegeben.
Συνεχῶς ἐπινοεῖν πῶς πάντα τοιαῦτα, ὁποῖα νῦν γίνεται, καὶ πρόσθεν ἐγίνετο, καὶ ἐπινοεῖν γενησόμενα· καὶ ὅλα δράματα καὶ σκηνὰς ὁμοειδεῖς, ὅσα ἐκ πείρας τῆς σῆς ἢ τῆς πρεσβυτέρας ἱστορίας ἔγνως, πρὸ ὀμμάτων τίθεσθαι, οἷον αὐλὴν ὅλην Ἁδριανοῦ καὶ αὐλὴν ὅλην Ἀντωνίνου καὶ αὐλὴν ὅλην Φιλίππου, Ἀλεξάνδρου, Κροίσου· πάντα γὰρ ἐκεῖνα τοιαῦτα ἦν, μόνον δι’ ἑτέρων.
Ein Mensch, der seinem Unwillen über irgend etwas Luft macht und sich beklagt, unterscheidet sich im Grunde genommen gar nicht von — einem Stück Vieh, das beim Schlachten mit allen Vieren um sich stößt und dazu schreit. Und anders ist auch nicht einmal der, der auf seinem Lager hingestreckt stillschweigend seufzt, wenn man ihm den Verband anlegt. Denn dem vernunftbegabten Wesen ist es doch gegeben — und das ist seine Auszeichnung, bereitwillig sich in das zu schicken, was ihm geschieht. Sich schicken wenigstens ist notwendig für alle.
Φαντάζου πάντα τὸν ἐφ’ ᾡτινιοῦν λυπούμενον ἢ δυσαρεστοῦντα ὅμοιον τῷ θυομένῳ χοιριδίῳ καὶ ἀπολακτίζοντι καὶ κεκραγότι· ὅμοιος καὶ ὁ οἰμώζων ἐπὶ τοῦ κλινιδίου μόνος σιωπῇ. τὴν ἔνδεσιν ἡμῶν καὶ ὅτι μόνῳ τῷ λογικῷ ζῴῳ δέδοται τὸ ἑκουσίως ἕπεσθαι τοῖς γινομένοις, τὸ δὲ ἕπεσθαι ψιλὸν πᾶσιν ἀναγκαῖον.
Bei jeglichem Dinge, womit du beschäftigt bist, frage dich, ob der Tod darum, weil er dich seiner beraubt, etwas so Schreckliches ist.
Κατὰ μέρος ἐφ’ ἑκάστου ὧν ποιεῖς ἐφιστάνων ἐπερώτα σεαυτὸν εἰ ὁ θάνατος δεινὸν διὰ τὸ τούτου στέρεσθαι.
Kommentar
Sooft du unter dem Fehler eines anderen zu leiden hast, frage dich, ob du nicht auch in ähnlicher Weise gefehlt, ob du z.B. nicht auch schon das Geld, das Vergnügen, den Ruhm und ähnliches für ein Gut gehalten hast. Dann wirst du deinen Zorn bald lassen, zumal wenn dir dazu noch einfällt, daß er gezwungen war. Denn was kann er tun? Aber wenn es möglich wäre, befreie ihn von jenem Zwang!
Ὅταν προσκόπτῃς ἐπί τινος ἁμαρτίᾳ, εὐθὺς μεταβὰς ἐπιλογίζου τί παρόμοιον ἁμαρτάνεις· οἷον, ἀργύριον ἀγαθὸν εἶναι κρίνωντὴν ἡδονὴν ἢ τὸ δοξάριον καὶ κατ’ εἶδος. τούτῳ γὰρ ἐπιβάλλων ταχέως ἐπιλήσῃ τῆς ὀργῆς, συμπροσπίπτοντος τοῦ ὅτι βιάζεται· τί γὰρ ποιήσει; ἤ, εἰ δύνασαι, ἄφελε αὐτοῦ τὸ βιαζόμενον. ἢ
Kommentar
Siehst du, Satyrio, den Sokratiker, so stelle dir den Eutyches oder Hymenes vor; siehst du den Euphrates, so denke an Eutyches oder Silvanus und auch an Alkiphron und Tropäophorus und auch bei Xenophons Anblick falle dir Kniton oder Severus ein, und indem du auf dich selbst zurückschaust, stelle dir einen anderen Kaiser und bei jedem wieder seinesgleichen vor! Dann falle dir zugleich die Frage ein: “Wo sind nun jene?” Nirgends oder wer weiß wo. Denn auf diese Art wird dir alles Menschliche stets nur als ein Rauch, als ein wahres Nichts erscheinen, zumal, wenn du dich zugleich erinnerst, daß, was sich einmal verwandelt hat, in der unendlichen Zeit nicht mehr sein werde. Wie lange also du noch? Warum genügt es dir nicht, diese kurze Spanne Zeit mit Anstand hinter dich zu bringen? Was für schwierige Dinge und Aufgaben sind es denn, denen du aus dem Wege gehen möchtest? Aber was ist denn dies alles anders als Übungen für die Vernunft, daß sie die Dinge des Lebens immer tiefer und wahrer erschauen lerne? Also verweile nur bei jeglichem Gegenstande so lange, bis du ihn dir völlig zu eigen gemacht hast, wie ein starker Magen sich alles zu eigen macht, oder wie ein helles Feuer, was du hineinwerfen magst, in Glanz und Flamme verwandelt.
Σατυρίωνα ἰδὼν Σωκρατικὸν φαντάζου ἢ Εὐτύχην ἢ Ὑμένα, καὶ Εὐφράτην ἰδὼν Εὐτυχίωνα ἢ Σιλουανὸν φαντάζου, καὶ Ἀλκίφρονα Τροπαιοφόρον φαντάζου, καὶ Σευῆρον ἰδὼν Κρίτωνα ἢ Ξενοφῶντα φαντάζου, καὶ εἰς σεαυτὸν ἀπιδὼν τῶν Καισάρων τινὰ φαντάζου, καὶ ἐφ’ ἑκάστου τὸ ἀνάλογον. εἶτα συμπροσπιπτέτω σοι· ποῦ οὖν ἐκεῖνοι; οὐδαμοῦ ἢ ὁπουδή. οὕτως γὰρ συνεχῶς θεάσῃ τὰ ἀνθρώπινα καπνὸν καὶ τὸ μηδέν, μάλιστα ἐὰν συμμνημονεύσῃς ὅτι τὸ ἅπαξ μεταβαλὸν οὐκέτι ἔσται ἐν τῷ ἀπείρῳ χρόνῳ. τί οὖν ἐντείνῃ; τί δ’ οὐκ ἀρκεῖ σοι τὸ βραχὺ τοῦτο κοσμίως διαπερᾶσαι;
Niemand müsse mit Wahrheit von dir sagen können, daß du nicht lauter, daß du nicht rechtschaffen seist; vielmehr sei der ein Lügner, der also von dir urteilen wollte. Das alles aber kommt nur auf dich an. Denn wer will dich hindern, rechtschaffen und lauter zu sein? Fasse nur den Entschluß, nicht länger zu leben, ohne ein solcher Mann zu werden. Auch die Vernunft billigt es keineswegs, wenn du es nicht bist.
Μηδενὶ ἐξέστω εἰπεῖν ἀληθεύοντι περὶ σοῦ ὅτι οὐχ ἁπλοῦς ἢ ὅτι οὐκ ἀγαθός, ἀλλὰ ψευδέσθω, ὅστις τούτων τι περὶ σοῦ ὑπολήψεται. πᾶν δὲ τοῦτο ἐπὶ σοί· τίς γὰρ ὁ κωλύων ἀγαθὸν εἶναί σε καὶ ἁπλοῦν; σὺ μόνον κρῖνον μηκέτι ζῆν, εἰ μὴ τοιοῦτος ἔσῃ· οὐδὲ γὰρ αἱρεῖ λόγος μὴ τοιοῦτον ὄντα.
Ruhe nicht eher, als bis du es so weit gebracht hast, daß ein der menschlichen Bestimmung entsprechendes Handeln in jedem einzelnen Falle dir ganz dasselbe ist, was ein Leben in Herrlichkeit und Freude für die Genußsüchtigen. Denn eben als einen Genuß mußt du es auffassen, wenn dir vergönnt ist, deiner Natur gemäß zu leben. Und dies ist dir immer vergönnt. Nicht so den Dingen der unbeseelten Natur: der Walze ist es oft verwehrt, sich in der ihr natürlichen Weise zu bewegen und ebenso dem Wasser und dem Feuer usf. Denn hier sind mannigfache Hindernisse. Geist aber und Vernunft vermögen Kraft ihrer natürlichen Beschaffenheit und in Kraft ihres Willens alle Hindernisse zu überwinden. Drum gilt es, nichts so lebendig vor Augen zu haben, als diese Leichtigkeit, mit der die Vernunft sich durchzusetzen vermag, mit der sie sich, wie das Feuer nach oben, der Stein nach unten, die Walze um ihre Achse, durch alles hindurch bewegt. Was es auch für sie an Hindernissen gibt, das gehört entweder dem toten Leibe an, oder es kann sie, ohne Beihilfe des Gedankens und wenn sie nicht selbst die Erlaubnis dazu gibt, nicht verwunden, ihr überhaupt nichts Böses tun. Sonst müßte sie ja dadurch notwendig schlechter werden, wie man dies bei anderen Schöpfungen sieht, daß, wenn ihnen etwas Übles widerfährt, sie wirklich darunter leiden, d.h. dadurch schlechter werden. Beim Menschen aber muß man vielmehr sagen, wenn er den Hemmungen, auf die er stößt, richtig begegnet, wird er besser dadurch und preiswürdiger. — Überhaupt aber denke daran, daß dem eingesessenen Bürger nichts schadet, was dem Staate nichts schadet, und ebensowenig dem Staat, was dem Gesetz nichts schadet. Von dem, was man Unglücksfall nennt, schadet aber nichts dem Gesetz. Was also dem Gesetz nichts schadet, schadet weder dem Staat noch dem Bürger.
Τί ἐστι τὸ ἐπὶ ταύτης τῆς ὕλης δυνάμενον κατὰ τὸ ὑγιέστατον πραχθῆναι ἢ ῥηθῆναι; ὅ τι γὰρ ἂν τοῦτο ᾖ, ἔξεστιν αὐτὸ πρᾶξαι ἢ εἰπεῖν καὶ μὴ προφασίζου ὡς κωλυόμενος. πανταχοῦ δὲ ἔξεστι. τῷ μὲν οὖν κυλίνδρῳ οὐ πανταχοῦ δίδοται φέρεσθαι τὴν ἰδίαν κίνησιν οὐδὲ τῷ ὕδατι οὐδὲ πυρὶ οὐδὲ τοῖς ἄλλοις ὅσα ὑπὸ φύσεως ἢ ψυχῆς ἀλόγου διοικεῖται· τὰ γὰρ διείργοντα καὶ ἐνιστάμενα πολλά· νοῦς δὲ καὶ λόγος διὰ παντὸς τοῦ ἀντιπίπτοντος οὕτως πορεύεσθαι δύναται ὡς πέφυκε καὶ ὡς θέλει. ταύτην τὴν ῥᾳστώνην πρὸ ὀμμάτων τιθέμενος, καθ’ ἣν ἐνεχθήσεται ὁ λόγος διὰ πάντων ὡς πῦρ ἄνω, ὡς λίθος κάτω, ὡς κύλινδρος κατὰ πρανοῦς, μηκέτι μηδὲν ἐπιζήτει· τὰ γὰρ λοιπὰ ἐγκόμματα ἤτοι τοῦ σωματίου ἐστὶ τοῦ νεκροῦ, ἢ χωρὶς ὑπολήψεως καὶ τῆς αὐτοῦ τοῦ λόγου ἐνδόσεως οὐ θραύει οὐδὲ ποιεῖ κακὸν οὐδ’ ὁτιοῦν. ἐπεί τοι καὶ ὁ πάσχων αὐτὸς κακὸς ἂν εὐθὺς ἐγίνετο· ἐπὶ γοῦν τῶν ἄλλων κατασκευασμάτων πάντων, ὅ τι ἂν κακόν τινι αὐτῶν συμβῇ, παρὰ τοῦτο χεῖρον γίνεται αὐτὸ τὸ πάσχον, ἐνταῦθα δέ, εἰ δεῖ εἰπεῖν, καὶ κρείττων γίνεται ὁ ἄνθρωπος καὶ ἐπαινετώτερος, ὀρθῶς χρώμενος τοῖς προσπίπτουσιν. ὅλως δὲ μέμνησο ὅτι τὸν φύσει πολίτην οὐδὲν βλάπτει ὃ πόλιν οὐ βλάπτει, οὐδέ γε πόλιν βλάπτει ὃ νόμον οὐ βλάπτει· τούτων δὲ τῶν καλουμένων ἀκληρημάτων οὐδὲν βλάπτει νόμον. ὃ τοίνυν νόμον οὐ βλάπτει, οὔτε πόλιν οὔτε πολίτην.
Für den, den wahre Philosophie erfüllt, reicht die Erinnerung an jene Verse hin:
Τῷ δεδευμένῳ ὑπὸ τῶν ἀληθῶν δογμάτων ἀρκεῖ καὶ τὸ βραχύτατον καὶ ἐν μέσῳ κείμενον εἰς ὑπόμνησιν ἀλυπίας καὶ ἀφοβίας, οἷον· ʽφύλλα τὰ μέν τ’ ἄνεμος χαμάδις χέει· ὣς ἀνδρῶν γενεή.ʼ φυλλάρια δὲ καὶ τὰ τεκνία σου, φυλλάρια δὲ καὶ ταῦτα τὰ ἐπιβοῶντα ἀξιοπίστως καὶ ἐπευφημοῦντα ἢ ἐκ τῶν ἐναντίων καταρώμενα ἢ ἡσυχῇ ψέγοντα καὶ χλευάζοντα, φυλλάρια δὲ ὁμοίως καὶ τὰ διαδεξόμενα τὴν ὑστεροφημίαν. πάντα γὰρ ταῦτα ʽἔαρος ἐπιγίγνεται ὥρῃʼ. εἶτα ἄνεμος καταβέβληκεν· ἔπειθ’ ὕλη ἕτερα ἀντὶ τούτων φύει. τὸ δὲ ὀλιγοχρόνιον κοινὸν πᾶσιν, ἀλλὰ σὺ πάντα ὡς αἰώνια ἐσόμενα φεύγεις καὶ διώκεις. μικρὸν καὶ καταμύσεις, τὸν δὲ ἐξενεγκόντα σε ἤδη ἄλλος θρηνήσει.
Ein gesundes Auge muß jeden Anblick ertragen können und darf nicht immer bloß Grünes sehen wollen. Ein gesundes Ohr, eine gesunde Nase ist auf jeden Schall und jeden Geruch gefaßt. Ein gesunder Magen verhält sich gegen jede Speise gleich, wie die Mühle eben alles mahlt, was zu mahlen geht. Ebenso nun muß auch eine gesunde Seele auf jedes Schicksal gefaßt sein. Wer aber spricht: meine Kinder müssen am Leben bleiben, oder: die Leute müssen stets billigen, was ich tue, dessen Seele gleicht dem Auge, welches das Grüne, oder den Zähnen, die nur Weiches haben wollen.
Τὸν ὑγιαίνοντα ὀφθαλμὸν πάντα ὁρᾶν δεῖ τὰ ὁρατὰ καὶ μὴ λέγειν· τὰ χλωρὰ θέλω· τοῦτο γὰρ ὀφθαλμιῶντός ἐστι. καὶ τὴν ὑγιαίνουσαν ἀκοὴν καὶ ὄσφρησιν εἰς πάντα δεῖ τὰ ἀκουστὰ καὶ ὀσφραντὰ ἑτοίμην εἶναι, καὶ τὸν ὑγιαίνοντα στόμαχον πρὸς πάντα τὰ τρόφιμα ὁμοίως ἔχειν ὡς μύλην πρὸς πάντα ὅσα ἀλέσουσα κατεσκεύασται. καὶ τοίνυν τὴν ὑγιαίνουσαν διάνοιαν πρὸς πάντα δεῖ τὰ συμβαίνοντα ἑτοίμην εἶναι, ἡ δὲ λέγουσα· τὰ τεκνία σῳζέσθω, καί· πάντες ὅ τι ἂν πράξω ἐπαινείτωσαν, ὀφθαλμός ἐστι τὰ χλωρὰ ζητῶν ἢ ὀδόντες τὰ ἁπαλά.
Niemand ist so glücklich, daß nicht einst an seinem Sterbelager einige stehen sollten, die diesen Fall willkommen heißen. Ist´s auch ein trefflicher und weiser Mensch, so findet sich am Ende doch immer jemand, der aufatmend von ihm sagt: nun werde ich von diesem Zuchtmeister erlöst; er war zwar keinem von uns lästig, aber ich hatte immer das Gefühl, als verdamme er uns stillschweigend alle miteinander! Und das ist beim Tode eines Trefflichen! Wie vieles mag unsereiner also an sich haben, um deswillen so mancher wünscht, von uns befreit zu werden. Daran denke in deiner Sterbestunde! Denke, du sollst eine Welt verlassen, aus der dich deine Genossen, aus der dich die, für die du so vieles ausgestanden, soviel gebetet und gesorgt hast, nun hinwegwünschen, indem sie aus deinem Scheiden so manche Hoffnung schöpfen. Was könnte dich also noch länger hier festhalten! Und doch darfst du deshalb mit nicht geringerem Wohlwollen von ihnen scheiden, sondern mußt um deiner selbst willen ihnen Freund bleiben und freundlich, sanft von ihnen Abschied nehmen, ebenso sanft, wie sich die Seele dessen vom Körper trennt, dem ein seliges Sterben beschieden ist. Denn die Natur hat dich auch so mit deinen Freunden verbunden. Und wenn sie dich jetzt von ihnen ablöst, so geschieht dies eben als von deinen Freunden, und nicht so, daß du von ihnen fortgerissen würdest, sondern sanft von ihnen scheidest. Es ist dies wenigstens auch eine von den Forderungen der Natur.
Οὐδείς ἐστιν οὕτως εὔποτμος ᾧ ἀποθνῄσκοντι οὐ παρεστήξονταί τινες ἀσπαζόμενοι τὸ συμβαῖνον κακόν. σπουδαῖος καὶ σοφὸς ἦν· μὴ τὸ πανύστατον ἔσται τις ὁ καθ’ αὑτὸν λέγων· ἀναπνεύσομέν ποτε ἀπὸ τούτου τοῦ παιδαγωγοῦ; χαλεπὸς μὲν οὐδενὶ ἡμῶν ἦν, ἀλλὰ ᾐσθανόμην ὅτι ἡσυχῇ καταγινώσκει ἡμῶν. ταῦτα μὲν οὖν ἐπὶ τοῦ σπουδαίου, ἐφ’ ἡμῶν δὲ πόσα ἄλλα ἐστί, δι’ ἃ πολὺς ὁ ἀπαλλακτιῶν ἡμῶν. τοῦτο οὖν ἐννοήσεις ἀποθνῄσκων καὶ εὐκολώτερον ἐξελεύσῃ, λογιζόμενος· ἐκ τοιούτου βίου ἀπέρχομαι, ἐν ᾧ αὐτοὶ οἱ κοινωνοί, ὑπὲρ ὧν τὰ τοσαῦτα ἠγωνισάμην, ηὐξάμην, ἐφρόντισα, αὐτοὶ ἐκεῖνοι θέλουσί με ὑπάγειν, ἄλλην τινὰ τυχὸν ἐκ τούτου ῥᾳστώνην ἐλπίζοντες. τί ἂν οὖν τις ἀντέχοιτο τῆς ἐνταῦθα μακροτέρας διατριβῆς; μὴ μέντοι διὰ τοῦτο ἔλαττον εὐμενὴς αὐτοῖς ἄπιθι, ἀλλὰ τὸ ἴδιον ἔθος διασῴζων, φίλος καὶ εὔνους καὶ ἵλεως· καὶ μὴ πάλιν ὡς ἀποσπώμενος, ἀλλ’ ὥσπερ ἐπὶ τοῦ εὐθανατοῦντος εὐκόλως τὸ ψυχάριον ἀπὸ τοῦ σώματος ἐξειλεῖται, τοιαύτην καὶ τὴν ἀπὸ τούτων ἀποχώρησιν δεῖ γίνεσθαι· καὶ γὰρ τούτοις ἡ φύσις συνῆψε καὶ συνέκρινεν, ἀλλὰ νῦν διαλύει. διαλύομαι ὡς ἀπὸ οἰκείων μέν, οὐ μὴν ἀνθελκόμενος ἀλλ̓ ἀβιάστως· ἓν γὰρ καὶ τοῦτο τῶν κατὰ φύσιν.
Bei allem, was von anderen geschieht, suche herauszubringen, welchen Zweck sie verfolgen. Aber fange damit bei dir selbst an, erforsche zuerst immer dich selbst!
Ἔθισον ἐπὶ παντός, ὡς οἷόν τε, τοῦ πρασσομένου ὑπό τινος ἐπιζητεῖν κατὰ σαυτόν· οὗτος τοῦτο ἐπὶ τί ἀναφέρει; ἄρχου δὲ ἀπὸ σαυτοῦ καὶ σαυτὸν πρῶτον ἐξέταζε.
Das, was dich bewegt, was dich mit unsichtbaren Fäden hierhin und dorthin zieht, das ist in deinem Innern. Hier schlummert das beredte Wort, hier wurzelt das Leben, hier ist der eigentliche Mensch. Nie schreibe diese Bedeutung dem Gefäße zu, das dieses dein Inneres umgibt, oder den Organen, die ihm angegliedert sind. Ohne bewegende Kraft sind sie nicht mehr, als ein Weberschiff ohne Weber, eine Feder ohne Schreiber, eine Peitsche ohne Wagenlenker.
Μέμνησο ὅτι τὸ νευροσπαστοῦν ἐστιν ἐκεῖνο τὸ ἔνδον ἐγκεκρυμμένον· ἐκεῖνο ῥητορεία, ἐκεῖνο ζωή, ἐκεῖνο, εἰ δεῖ εἰπεῖν, ἄνθρωπος. μηδέποτε συμπεριφαντάζου τὸ περικείμενον ἀγγειῶδες καὶ τὰ ὀργάνια ταῦτα τὰ περιπεπλασμένα· ὅμοια γάρ ἐστι σκεπάρνῳ, μόνον διαφέροντα, καθότι προσφυῆ ἐστιν. ἐπεί τοι οὐ μᾶλλόν τι τούτων ὄφελός ἐστι τῶν μορίων χωρὶς τῆς κινούσης καὶ ἰσχούσης αὐτὰ αἰτίας, ἢ τῆς κερκίδος τῇ ὑφαντρίᾳ καὶ τοῦ καλάμου τῷ γράφοντι καὶ τοῦ μαστιγίου τῷ ἡνιόχῳ.