V
Fünftes Buch
Früh, wenn´s dir leid tut schon aufgewacht zu sein, sage dir gleich, du seist erwacht, dich menschlich zu betätigen. Um der Tätigkeit willen bist du geboren und in die Welt gekommen, und du wolltest verdrießlich sein, daß du ans Werk gehen mußt? Oder bist du dazu geschaffen, in den Federn liegend dich zu pflegen? Freilich ist dies angenehmer; aber bist du um des Vergnügens willen da, nicht vielmehr um etwas zu schaffen und dich anzustrengen? Sieh alle Kreaturen, die Sperlinge, die Ameisen, die Spinnen, die Bienen, wie jedes sein Werk vollbringt und jedes in seiner Weise an der Aufgabe des Ganzen arbeitet! Und du wolltest das deinige nicht tun? nicht den Weg laufen, den die menschliche Natur dir vorschreibt? — Man muß doch auch ausruhen, sagst du. Freilich muß man. Doch in dem Maße, das die Natur dir selbst an die Hand gibt, ebenso wie für das Essen und Trinken. Darin aber willst du die Grenze überschreiten und mehr tun als nötig ist, nur in der Tätigkeit zurückbleiben? Da sieht man, daß du dich selbst nicht lieb hast, sonst würdest du die menschliche Natur und deren Willen lieb haben. Andere, die mit Liebe die Kunst betreiben, die sie gelernt haben, sind oft so versessen darauf, daß sie darüber vergessen, sich zu waschen oder zu frühstücken. Du aber ehrst die Menschheit in dir nicht einmal so hoch wie jene ihre Kunst, wie der Drechsler seine Drechselei, der Tänzer seine Sprünge, der Geizhals sein Geld, der Ehrgeizige seinen Ruhm. Denn sobald solche Leute ihrem Beruf mit Eifer hingegeben sind, liegt ihnen am Essen und Schlafen weit weniger, als daran, daß sie´s weiter bringen in dem, was ihres Amtes ist. Und du bist imstande, das für andere Tätigsein niedriger zu stellen und eines solchen Eifers nicht für wert zu halten?
Ὄρθρου, ὅταν δυσόκνως ἐξεγείρῃ, πρόχειρον ἔστω ὅτι ἐπὶ ἀνθρώπου ἔργον ἐγείρομαι· τί οὖν δυσκολαίνω, εἰ πορεύομαι ἐπὶ τὸ ποιεῖν ὧν ἕνεκεν γέγονα καὶ ὧν χάριν προῆγμαι εἰς τὸν κόσμον; ἢ ἐπὶ τοῦτο κατεσκεύασμαι, ἵνα κατακείμενος ἐν στρωματίοις ἐμαυτὸν θάλπω; ἀλλὰ τοῦτο ἥδιον. πρὸς τὸ ἥδεσθαι οὖν γέγονας, ὅλως δὲ σὺ πρὸς πεῖσιν ἢ πρὸς ἐνέργειαν; οὐ βλέπεις τὰ φυτάρια, τὰ στρουθάρια, τοὺς μύρμηκας, τοὺς ἀράχνας, τὰς μελίσσας τὸ ἴδιον ποιούσας, τὸ καθ’ αὑτὰς συγκροτούσας κόσμον; ἔπειτα σὺ οὐ θέλεις τὰ ἀνθρωπικὰ ποιεῖν; οὐ τρέχεις ἐπὶ τὸ κατὰ τὴν σὴν φύσιν; ἀλλὰ δεῖ καὶ ἀναπαύεσθαι. φημὶ κἀγώ· ἔδωκε μέντοι καὶ τούτου μέτρα ἡ φύσιςκαὶ τοῦ ἐσθίειν καὶ πίνειν καὶ ὅμως σὺ ὑπὲρ τὰ μέτρα, ὑπὲρ τὰ ἀρκοῦντα προχωρεῖς, ἐν δὲ ταῖς πράξεσιν οὐκέτι, ἀλλ’ ἐντὸς τοῦ δυνατοῦ. οὐ γὰρ φιλεῖς σεαυτόν, ἐπεί τοι καὶ τὴν φύσιν ἄν σου καὶ τὸ βούλημα ταύτης ἐφίλεις. ἔδωκε μέντοι ἀλλ’ οἵ γε τὰς τέχνας ἑαυτῶν φιλοῦντες συγκατατήκονται τοῖς κατ’ αὐτὰς ἔργοις ἄλουτοι καὶ ἄσιτοι· σὺ τὴν φύσιν τὴν σαυτοῦ ἔλασσον τιμᾷς ἢ ὁ τορευτὴς τὴν τορευτικὴν ἢ ὁ ὀρχηστὴς τὴν ὀρχηστικὴν ἢ ὁ φιλάργυρος τὸ ἀργύριον ἢ ὁ κενόδοξος τὸ δοξάριον; καὶ οὗτοι, ὅταν προσπαθῶσιν, οὔτε φαγεῖν οὔτε κοιμηθῆναι θέλουσι μᾶλλον ἢ ταῦτα συναύξειν, πρὸς ἃ διαφέρονται· σοὶ δὲ αἱ κοινωνικαὶ πράξεις εὐτελέστεραι φαίνονται καὶ ἥσσονος σπουδῆς ἄξιαι;
Es ist wahrlich nicht so schwer, jeden beunruhigenden und unziemlichen Gedanken, der sich aufdrängt, wieder loszuwerden und hinwegzutilgen, so daß die vollkommene Stille und Heiterkeit des Gemüts gleich wiederhergestellt ist.
Ὡς εὔκολον ἀπώσασθαι καὶ ἀπαλεῖψαι πᾶσαν φαντασίανὀχληρὰν ἢ ἀνοίκειον καὶ εὐθὺς ἐν πάσῃ γαλήνῃ εἶναι. τὴν
Erkenne, daß du jeder echt menschlichen Äußerung in Wort und Werk würdig bist, und laß dich von keinem Tadel oder Stichelrede, die andere dir nachsenden, beschwatzen. Was edel ist zu sagen und zu tun, dessen bist du niemals unwürdig. Jene haben ihre eigenen Grundsätze, denen sie folgen, und ihren eigenen Sinn. Darauf darfst du keine Rücksicht nehmen, sondern mußt den geraden Weg gehen, den deine und die allgemein menschliche Natur dir vorschreibt. Und es ist in der Tat nur ein Weg, den diese beiden dir weisen.
Ἄξιον ἑαυτὸν κρῖνε παντὸς λόγου καὶ ἔργου τοῦ κατὰ φύσιν καὶ μή σε περισπάτω ἡ ἐπακολουθοῦσά τινων μέμψις ἢ λόγος, ἀλλά, εἰ καλὸν πεπρᾶχθαι ἢ εἰρῆσθαι, μὴ σεαυτὸν ἀπαξίου. ἐκεῖνοι μὲν γὰρ ἴδιον ἡγεμονικὸν ἔχουσι καὶ ἰδίᾳ ὁρμῇ χρῶνται· ἃ σὺ μὴ περιβλέπου, ἀλλ’ εὐθεῖαν πέραινε ἀκολουθῶν τῇ φύσει τῇ ἰδίᾳ καὶ τῇ κοινῇ, μία δὲ ἀμφοτέρων τούτωνὁδός. ἡ
So laß uns durchs Leben gehen, bis wir verfallen und uns zur Ruhe begeben, den Geist dahin aushauchend, von wo wir ihn tagtäglich eingesogen, dahin zurücksinkend, woher der Keim zu unserm Dasein stammt, woher wir durch so viele Jahre Speise und Trank nahmen, was uns durchs Leben trug und wovon wir oft genug einen schlechten Gebrauch gemacht haben.
Πορεύομαι διὰ τῶν κατὰ φύσιν, μέχρι πεσὼν ἀναπαύσομαι ἐναποπνεύσας μὲν τούτῳ, ἐξ οὖ καθ’ ἡμέραν ἀναπνέω, πεσὼν δὲ ἐπὶ τούτῳ, ἐξ οὗ καὶ τὸ σπερμάτιον ὁ πατήρ μου συνέλεξε καὶ τὸ αἱμάτιον ἡ μήτηρ καὶ τὸ γαλάκτιον ἡ τροφός· ἐξ οὗ καθ’ ἡμέραν τοσούτοις ἔτεσι βόσκομαι καὶ ἀρδεύομαι· ὃ φέρει με πατοῦντα καὶ εἰς τοσαῦτα ἀποχρώμενον αὐτῷ.
Dein Scharfsinn ist es nicht, weswegen man dich bewundern muß. Aber gesetzt auch, er könnte dir nicht abgesprochen werden, so wirst du doch gestehen müssen, daß vieles andere mehr in deiner Natur liegt. Und dies ist es nun, was du vor allem pflegen und kundgeben mußt, z.B. deine Lauterkeit und deinen Ernst, deine Sündhaftigkeit und deine Abneigung gegen sinnlichen Genuß, deine Zufriedenheit mit deinem Schicksal, deine Mäßigkeit, Güte, Freisinnigkeit Einfachheit, dein gesetztes würdevolles Wesen. Und fühlst du nicht, was du alles hättest sein können? was deine Natur und angeborenes Geschick so wohl zugelassen hätten, und bist es dennoch schuldig geblieben? Oder war es die Mannhaftigkeit deiner Naturanlage, was dich zwang, mürrisch zu sein und knickerig und ein Schmeichler, ein Feind oder Sklave deines eigenen Leibes, ein eitler und ehrgeiziger Mensch? Wahrlich, nein. Du könntest längst von diesen Fehlern frei sein. Ist es aber wahr, daß du von Natur etwas schwerfällig bist und langsam von Begriffen, so gilt es auch darin sich anzustrengen und zu üben, nicht, diese Schwäche unberücksichtigt zu lassen oder gar sich darin zu gefallen.
Δριμύτητά σου οὐκ ἔχουσι θαυμάσαι· ἔστω, ἀλλὰ ἕτερα πολλά, ἐφ’ ὧν οὐκ ἔχεις εἰπεῖν· οὐ γὰρ πέφυκα. ἐκεῖνα οὖν παρέχου, ἅπερ ὅλα ἐστὶν ἐπὶ σοί, τὸ ἀκίβδηλον, τὸ σεμνόν, τὸ φερέπονον, τὸ ἀφιλήδονον, τὸ ἀμεμψίμοιρον, τὸ ὀλιγοδεές, τὸ εὐμενές, τὸ ἐλεύθερον, τὸ ἀπέρισσον, τὸ ἀφλύαρον, τὸ μεγαλεῖον. οὐκ αἰσθάνῃ πόσα ἤδη παρέχεσθαι δυνάμενος, ἐφ’ ὧν οὐδεμία ἀφυίας καὶ ἀνεπιτηδειότητος πρόφασις, ὅμως ἔτι κάτω μένεις ἑκών; ἢ καὶ γογγύζειν καὶ γλισχρεύεσθαι καὶ κολακεύειν καὶ τὸ σωμάτιον καταιτιᾶσθαι καὶ ἀρεσκεύεσθαι καὶ περπερεύεσθαι καὶ τοσαῦτα ῥιπτάζεσθαι τῇ ψυχῇ διὰ τὸ ἀφυῶς κατεσκευάσθαι ἀναγκάζῃ; οὐ μὰ τοὺς θεούς, ἀλλὰ τούτων μὲν πάλαι ἀπηλλάχθαι ἐδύνασο, μόνον δέ, εἰ ἄρα, ὡς βραδύτερος καὶ δυσπαρακολουθητότερος καταγινώσκεσθαι. καὶ τοῦτο δὲ ἀσκητέον μὴ παρενθυμουμένῳ μηδὲ ἐμφιληδονοῦντι τῇ νωθείᾳ.
Es gibt Menschen, die, wenn sie jemand einen Gefallen getan haben, dies gleich als eine Gunstbezeigung angesehen wissen wollen; ferner solche, die, wenn sie auch nicht gerade solche Ansprüche erheben, doch sehr genau wissen wollen, was sie getan haben, und den, dem sie wohlgetan, bei sich selbst wenigstens als ihren Schuldner betrachten; endlich solche, die gewissermaßen nicht wissen, was sie taten — dem Weinstock gleich, der seine Trauben trägt und nichts weiter will, nachdem er die ihm eigentümliche Frucht einmal hervorgebracht hat. Das Pferd, das seinen Weg gelaufen ist, der Hund, der das Wild erjagt, und die Biene, die ihren Honig bereitet hat, erhebt kein Geschrei, ruft niemand zu: seht, das hab´ ich getan, sondern geht gleich zu etwas anderem über, wie der Baum wieder neue Früchte ansetzt zu seiner Zeit. Und so soll´s auch beim Menschen sein, wenn er ein gutes Werk vollbracht hat. — Also wirklich, zu denen soll man gehören, die, was sie tun, gleichsam auf unbegreifliche Weise tun? Ja; aber daß wir zu ihnen gehören, soll man begreifen! Du sagst: ein Wesen, das zur Gemeinschaft geboren ist, müsse doch wissen, wenn es seiner Bestimmung gemäß, d.i. wenn es für andere handelt, und wahrlich doch auch wollen, daß dies der andere merke. Wohl wahr, aber du machst davon nicht die richtige Anwendung, und darum bist du nun einmal einer von denen, die ich eben beschrieben habe, denn auch bei jenen ist es der Schein von Wahrheit, der sie irre leitet. Jedenfalls aber würdest du mich mißverstehen, wenn du aus irgendeinem Grunde es unterlassen wolltest, etwas zum Wohle anderer zu tun.
Ὁ μέν τίς ἐστιν, ὅταν τι δεξιὸν περί τινα πράξῃ, πρόχειρος καὶ λογίσασθαι αὐτῷ τὴν χάριν. ὁ δὲ πρὸς μὲν τοῦτο οὐ πρόχειρος, ἄλλως μέντοι παρ’ ἑαυτῷ ὡς περὶ χρεώστου διανοεῖται καὶ οἶδεν ὃ πεποίηκεν. ὁ δέ τις τρόπον τινὰ οὐδὲ οἶδεν ὃ πεποίηκεν, ἀλλὰ ὅμοιός ἐστιν ἀμπέλῳ βότρυν ἐνεγκούσῃ καὶ μηδὲν ἄλλο προσεπιζητούσῃ μετὰ τὸ ἅπαξ τὸν ἴδιον καρπὸν ἐνηνοχέναι. ἵππος δραμών, κύων ἰχνεύσας, μέλισσα μέλι ποιήσασα, ἄνθρωπος δ’ εὖ ποιήσας οὐκ ἐπιβοᾶται, ἀλλὰ μεταβαίνει ἐφ’ ἕτερον, ὡς ἄμπελος ἐπὶ τὸ πάλιν ἐν τῇ ὥρᾳ τὸν βότρυν ἐνεγκεῖν. ἐν τούτοις οὗν δεῖ εἶναι τοῖς τρόπον τινὰ ἀπαρακολουθήτως αὐτὸ ποιοῦσι.— ναί ἀλλ’ αὐτὸ τοῦτο δεῖ παρακολουθεῖν· ἴδιον γάρ, φησί, τοῦ κοινωνικοῦ τὸ αἰσθάνεσθαι, ὅτι κοινωνικῶς ἐνεργεῖ, καὶ νὴ Δία βούλεσθαι καὶ τὸν κοινωνὸν αἰσθέσθαι.—ἀληθὲς μέν ἐστιν ὃ λέγεις, τὸ δὲ νῦν λεγόμενον παρεκδέχῃ· διὰ τοῦτο ἔσῃ εἶς ἐκείνων ὦν πρότερον ἐπεμνήσθην· καὶ γὰρ ἐκεῖνοι λογικῇ τινι πιθανότητι παράγονται. ἐὰν δὲ θελήσῃς συνεῖναι τί ποτέ ἐστι τὸ λεγόμενον, μὴ φοβοῦ, μὴ παρὰ τοῦτο παραλίπῃς τι ἔργον κοινωνικόν.
Die Athener beteten: “Regne, regne, lieber Zeus, auf die Äcker und Wiesen der Athener!” Und man bete entweder gar nicht oder nur in dieser Weise, einfältig und ohne Kunst.
Εὐχὴ Ἀθηναίων· ὗσον, ὗσον, ὦ φίλε Ζεῦ, κατὰ τῆς ἀρούρας τῆς Ἀθηναίων καὶ τῶν πεδίων. ἤτοι οὐ δεῖ εὔχεσθαι ἢ οὕτως ἁπλῶς καὶ ἐλευθέρως.
Gerade, wie man sagt, daß der Arzt dem einen das Reiten, dem andern kalte Bäder, dem dritten barfuß zu gehen verordnete, ebenso muß man auch sagen, daß die Natur bald Krankheit, bald Verletzung, bald schmerzliche Verluste zu verordnen pflegt. Dort wendet man den Ausdruck an, um zu bezeichnen, daß er den Menschen jene Mittel als der Gesundheit entsprechend gegeben habe, und hier gilt es ja auch, daß alles das, was einem widerfährt, ihm als dem allgemeinen Schicksal entsprechend gegeben wird. Ebenso brauchen wir von unsern Schicksalen den Ausdruck “sich fügen”, wie ihn die Baumeister brauchen von den Quadern, die bei Mauer- oder Pyramidenbauten sich schönstens zusammenordnen. Denn durch alles geht eine große Harmonie. Und wie im Reiche der Natur die Natur eines Einzelwesens nicht begriffen werden kann außer im Zusammenhange aller andern Einzelwesen, so auch auf dem Gebiete des Geschehens kein einzelner Umstand und Grund abgesehen von allen übrigen: was denn auch der Sinn jener vulgären Ausdrucksweise ist, wenn man sagt: es “trug sich zu”, oder, es war ihm “beschieden”. Lasset uns also dergleichen hinnehmen, gleichwie jene nahmen, was Äskulap ihnen verordnet; denn auch davon war manches bitter und wurde süß nur durch die Hoffnung auf Genesung. Dieselbe Bedeutung aber, welche für dich deine Gesundheit hat, muß auch die Erfüllung und Vollendung dessen für dich haben, was im Sinne des Universums liegt, und du mußt alles, was geschieht, und wäre es auch noch so wenig freundlich, willkommen heißen, weil sein Ziel ja nichts anderes ist als die Gesundheit der Welt, das Glück und Wohlbefinden des höchsten Gottes. Hätte es sich doch gar nicht zugetragen, wenn es nicht für das Ganze zuträglich gewesen wäre; hätte es doch kein Zufall so gefügt, fügte es sich nicht harmonisch in die Verwaltung aller Dinge. Also zwei Gründe sind, weshalb dir dein Schicksal gefallen muß. Der eine: weil es dein Schicksal ist, weil es dir verordnet ward mit Rücksicht auf dich — von oben her in ursächlicher Verkettung mit dem ersten Grunde. Der andere: weil es der Grund des vollkommenen Glückes, ja fürwahr auch des Bestehens dessen ist, der alles regiert. Denn es ist eine Verletzung des Ganzen in seiner Vollständigkeit, wenn du den geringsten seiner Bestandteile — und seine Bestandteile sind immer auch zugleich Ursachen — aus seiner Verbindung und seinem Zusammenhange reißest. Und — soweit das in deiner Hand steht, reißest du wirklich los und trennst das Zusammengehörige, sobald du murrst über dein Schicksal.
Ὁποῖόν τί ἐστι τὸ λεγόμενον, ὅτι· συνέταξεν ὁ Ἀσκληπιὸς τούτῳ ἱππασίαν ἢ ψυχρολουσίαν ἢ ἀνυποδησίαν, τοιοῦτόν ἐστι καὶ τό· συνέταξε τούτῳ ἡ τῶν ὅλων φύσις νόσον ἢ πήρωσιν ἢ ἀποβολὴν ἢ ἄλλο τι τῶν τοιούτων. καὶ γὰρ ἐκεῖ τὸ συνέταξε τοιοῦτόν τι σημαίνει· ἔταξε τούτῳ τοῦτο ὡς κατάλληλον πρὸς ὑγίειαν, καὶ ἐνταῦθα τὸ συμβαῖνον ἑκάστῳ τέτακταί πως αὐτῷκατάλληλον πρὸς τὴν εἱμαρμένην. ὡς οὕτως γὰρ καὶ συμβαίνειν αὐτὰ ἡμῖν λέγομεν ὡς καὶ τοὺς τετραγώνους λίθους ἐν τοῖς τείχεσιν ἤ ἐν ταῖς πυραμίσι συμβαίνειν οἱ τεχνῖται λέγουσι, συναρμόζοντας ἀλλήλοις τῇ ποιᾷ συνθέσει. ὅλως γὰρ ἁρμονία ἐστὶ μία καὶ ὥσπερ ἐκ πάντων τῶν σωμάτων ὁ κόσμος τοιοῦτον σῶμα συμπληροῦται, οὕτως ἐκ πάντων τῶν αἰτίων ἡ εἱμαρμένη τοιαύτη αἰτία συμπληροῦται. νοοῦσι δὲ ὃ λέγω καὶ οἱ τέλεον ἰδιῶται· φασὶ γάρ· τοῦτο ἔφερεν αὐτῷ. οὐκοῦν τοῦτο τούτῳ ἐφέρετο καὶ τοῦτο τούτῳ συνετάττετο· δεχώμεθα οὖν αὐτὰ ὡς ἐκεῖναὁ Ἀσκληπιὸς συντάττει. πολλὰ γοῦν καὶ ἐν ἐκείνοις ἐστὶ τραχέα, ἀλλὰ ἀσπαζόμεθα τῇ ἐλπίδι τῆς ὑγιείας. ἃ τοιοῦτόν τί σοι δοκείτω ἄνυσις καὶ συντέλεια τῶν τῇ κοινῇ φύσει δοκούντων, οἷον ἡ σὴ ὑγίεια, καὶ οὕτως ἀσπάζου πᾶν τὸ γινόμενον, κἂν ἀπηνέστερον δοκῇ, διὰ τὸ ἐκεῖ σε ἄγειν, ἐπὶ τὴν τοῦ κόσμου ὑγίειαν καὶ τὴν τοῦ Διὸς εὐοδίαν καὶ εὐπραγίαν. οὐ γὰρ ἂν τοῦτό τινι ἔφερεν, εἰ μὴ τῷ ὅλῳ συνέφερεν· οὐδὲ γὰρ ἡ τυχοῦσα φύσις φέρει τι, ὃ μὴ τῷ διοικουμένῳ ὑπ’ αὐτῆς κατάλληλόν ἐστιν. οὐκοῦν κατὰ δύο λόγους στέργειν χρὴ τὸ συμβαῖνόν σοι· καθ’ ἕνα μέν, ὅτι σοὶ ἐγίνετο καὶ σοὶ συνετάττετο καὶ πρὸς σέ πως εἶχεν, ἄνωθεν ἐκ τῶν πρεσβυτάτων αἰτίων συγκλωθόμενον· καθ’ ἕτερον δέ, ὅτι τῷ τὸ ὅλον διοικοῦντι τῆς εὐοδίας καὶ τῆς συντελείας καὶ νὴ Δία τῆς συμμονῆς αὐτῆς καὶ τὸ ἰδίᾳ εἰς ἕκαστον ἧκον αἴτιόν ἐστι. πηροῦται γὰρ τὸ ὁλόκληρον, ἐὰν καὶ ὁτιοῦν διακόψῃς τῆς συναφείας καὶ συνεχείας ὥσπερ τῶν μορίων, οὕτω δὴ καὶ τῶν αἰτίων· διακόπτεις δέ, ὅσον ἐπὶ σοί, ὅταν δυσαρεστῇς, καὶ τρόπον τινὰ ἀναιρεῖς.
Du darfst nicht unwillig werden, den Mut nicht sinken lassen oder gar verzweifeln, wenn es dir nicht vollständig gelingt, immer nach richtigen Grundsätzen zu handeln. Bist du von deiner Höhe heruntergefallen, erhebe dich wieder, sei zufrieden, wenn nur wenigstens das meiste an dir nach echter Menschenart ist, und laß dich beglücken von dem, was dir von neuem gelang. Meine nicht, daß die Philosophie ein Zuchtmeister sei. Greife zu ihr nur so wie die Augenkranken zum Schwamm oder zum Ei, wie andere zum Pflaster oder zum Guß. Denn nichts wird dich zwingen, der Vernunft zu gehorchen. Man muß sich ihr viel mehr vertrauensvoll hingeben. Du weißt die Philosophie will nichts anderes, als was deine Natur auch will. Du aber hast etwas anderes gewollt, etwas ihr Widerstreitendes, weil es dir angenehmer schien. Die Lust macht uns solche Vorspiegelungen. Aber besinne dich, ob Hochherzigkeit, Freiheit des Geistes, Einfalt, Gleichmut, Sittenreinheit nicht doch das Angenehmere sind. Oder was ist angenehmer als Weisheit, wenn man darunter das nie Anstoßende, glatt Hinfließende der geistigen Kraft versteht?
Μὴ σικχαίνειν μηδὲ ἀπαυδᾶν μηδὲ ἀποδυσπετεῖν, εἰ μὴ καταπυκνοῦταί σοι τὸ ἀπὸ δογμάτων ὀρθῶν ἕκαστα πράσσειν, ἀλλὰ ἐκκρουσθέντα πάλιν ἐπανιέναι καὶ ἀσμενίζειν, εἰ τὰ πλείω ἀνθρωπικώτερα, καὶ φιλεῖν τοῦτο, ἐφ̓ ὃ ἐπανέρχῃ, καὶ μὴ ὡς πρὸς παιδαγωγὸν τὴν φιλοσοφίαν ἐπανιέναι, ἀλλ’ ὡς οἱ ὀφθαλμιῶντες πρὸς τὸ σπογγάριον καὶ τὸ ᾠόν, ὡς ἄλλος πρὸς κατάπλασμα, ὡς πρὸς καταιόνησιν. οὕτως γὰρ οὐδὲν ἐπιδείξῃ τὸ πειθαρχεῖν τῷ λόγῳ, ἀλλὰ προσαναπαύσῃ αὐτῷ. μέμνησο δὲ ὅτι φιλοσοφία μόνα θέλει ἃ ἡ φύσις σου θέλει· σὺ δὲ ἄλλο ἤθελες οὐ κατὰ φύσιν. τί γὰρ τούτων προσηνέστερον; ἡ γὰρ ἡδονὴ οὐχὶ διὰ τοῦτο σφάλλει; ἀλλὰ θέασαι, εἰ προσηνέστερον μεγαλοψυχία, ἐλευθερία, ἁπλότης, εὐγνωμοσύνη, ὁσιότης, αὐτῆς γὰρ φρονήσεως τί προσηνέστερον, ὅταν τὸ ἄπταιστον καὶ εὔρουν ἐν πᾶσι τῆς παρακολουθητικῆς καὶ ἐπιστημονικῆς δυνάμεως ἐνθυμηθῇς;
Das Wesen und die Bedeutung der Verhältnisse dieses Lebens sind im allgemeinen in ein solches Dunkel gehüllt, daß sie nicht wenig Philosophen und nicht bloß den gewöhnlichen als völlig unbegreiflich erscheinen Auch die Stoiker bekennen, daß sie sie kaum verstehen. Dann sind auch unsere Ansichten so höchst veränderlich. Es gibt ja keinen Menschen, der sich in seinen Ansichten gleich bliebe. Ferner was nun die “Güter” dieses Lebens anlangt, wie vergänglich und nichtig sind sie! Können sie doch das Eigentum jedes Nichtswürdigen werden! Aber nicht minder elend steht es mit dem Geist der Zeit. Selbst die beste seiner Äußerungen, welche Mühe hat man sie, zu ertragen, ja es kostet nicht wenig, sich selber zu ertragen. Bei solcher Taubheit und Verkommenheit der Zustände, bei diesem ewigen Wechsel des Wesens und der Form, bei dieser Unberechenbarkeit der Richtung, die die Dinge nehmen — was da der Liebe und des Strebens noch wert sein soll, vermag ich nicht zu sehen. Im Gegenteil, es ist der einzige Trost, daß man der allgemeinen Auflösung entgegengeht. — Drum trage geduldig die Zeit, die noch dazwischen liegt, und beherzige nur das, daß nichts dir widerfahren kann, was nicht in der Natur des Ganzen begründet liegt, und dann: daß du die Freiheit hast, alles zu unterlassen, was wider die Stimme deines Genius ist. Denn die zu überhören kann dich niemand zwingen.
Τὰ μὲν πράγματα ἐν τοιαύτῃ τρόπον τινὰ ἐγκαλύψει ἐστίν, ὥστε φιλοσόφοις οὐκ ὀλίγοις οὐδὲ τοῖς τυχοῦσιν ἔδοξε παντάπασιν ἀκατάληπτα εἶναι, πλὴν αὐτοῖς γε τοῖς Στωικοῖς δυσκατάληπτα δοκεῖ· καὶ πᾶσα ἡ ἡμετέρα συγκατάθεσις μεταπτώτη· ποῦ γὰρ ὁ ἀμετάπτωτος; μέτιθι τοίνυν ἐπ’ αὐτὰ τὰ ὑποκείμενα ὡς ὀλιγοχρόνια καὶ εὐτελῆ καὶ δυνάμενα ἐν κτήσει κιναίδου ἢ πόρνης ἢ λῃστοῦ εἶναι. μετὰ τοῦτο ἔπιθι ἐπὶ τὰ τῶν συμβιούντων ἤθη, ὧν μόλις ἐστὶ καὶ τοῦ χαριεστάτου ἀνασχέσθαι, ἵνα μὴ λέγω, ὅτι καὶ ἑαυτόν τις μόγις ὑπομένει. ἐν τοιούτῳ οὖν ζόφῳ καὶ ῥύπῳ καὶ τοσαύτῃ ῥύσει τῆς τε οὐσίας καὶ τοῦ χρόνου καὶ τῆς κινήσεως καὶ τῶν κινουμένων τί ποτέ ἐστι τὸ ἐκτιμηθῆναι ἢ τὸ ὅλως σπουδασθῆναι δυνάμενον, οὐδ’ ἐπινοῶ. τοὐναντίον γὰρ δεῖ παραμυθούμενον ἑαυτὸν περιμένειν τὴν φυσικὴν λύσιν καὶ μὴ ἀσχάλλειν τῇ διατριβῇ, ἀλλὰ τούτοις μόνοις προσαναπαύεσθαι· ἑνὶ μὲν τῷ, ὅτι οὐδὲν συμβήσεταί μοι ὃ οὐχὶ κατὰ τὴν τῶν ὅλων φύσιν ἐστίν· ἑτέρῳ δέ, ὅτι ἔξεστί μοι μηδὲν πράσσειν παρὰ τὸν ἐμὸν θεὸν καὶ δαίμονα· οὐδεὶς γὰρ ὁ ἀναγκάσων τοῦτον παραβῆναι.
Wozu gebrauchst du jetzt deine Seele? So muß man sich bei jeder Gelegenheit fragen. Oder, was geht jetzt vor in dem Teile deines Wesens, den man den vornehmsten nennt? Oder was für eine Seele hast du jetzt, die eines Kindes oder eines Jünglings, eines Weibes, eines Tyrannen, eines zahmen oder eines wilden Tieres?
Πρὸς τί ποτε ἄρα νῦν χρῶμαι τῇ ἐμαυτοῦ ψυχῇ; παρ’ ἕκαστα τοῦτο ἐπανερωτᾶν ἑαυτὸν καὶ ἐξετάζειν τί μοί ἐστι νῦν ἐν τούτῳ τῷ μορίῳ, ὃ δὴ ἡγεμονικὸν καλοῦσι, καὶ τίνος ἄρα νῦν ἔχω ψυχήν; μήτι παιδίου; μήτι μειρακίου; μήτι γυναικαρίου; μήτι τυράννου; μήτι κτήνους; μήτι θηρίου;
Wie es im Grunde damit steht, was bei der Menge als das Gute gilt, kann man auch daraus erkennen, daß jenes Wort eines alten Komikers: “denn für den Edlen ziemt sich solches nicht” auf alle diese Scheingüter, wie Reichtum Luxus, Ehre, anwendbar ist (wiewohl die Leute das allerdings nicht gelten lassen wollen), während es auf wahre Güter, wie Klugheit, Mäßigkeit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, angewendet vollkommen widersinnig wäre.
Ὁποῖά τινά ἐστι τὰ τοῖς πολλοῖς δοκοῦντα ἀγαθά, κἂν ἐντεῦθεν λάβοις. εἰ γάρ τις ἐπινοήσειεν ὑπάρχοντά τινα ὡς ἀληθῶς ἀγαθά, οἷον φρόνησιν, σωφροσύνην, δικαιοσύνην, ἀνδρείαν, οὐκ ἂν ταῦτα προεπινοήσας ἐπακοῦσαι δυνηθείη τό· ʽὑπὸ τῶν ἀγαθῶνʼ, οὐ γὰρ ἐφαρμόσει. τὰ δέ γε τοῖς πολλοῖς φαινόμενα ἀγαθὰ προεπινοήσας τις ἐπακούσεται καὶ ῥᾳδίως δέξεται ὡς οἰκείως ἐπιλεγόμενον τὸ ὑπὸ τοῦ κωμικοῦ εἰρημένον. οὕτως καὶ οἱ πολλοὶ φαντάζονται τὴν διαφοράν· οὐ γὰρ ἂν τοῦτο μὲνπροσέκοπτε καὶ ἀπηξιοῦτο, τὸ δὲ ἐπὶ τοῦ πλούτου καὶ τῶν πρὸς τρυφὴν ἢ δόξαν εὐκληρημάτων παρεδεχόμεθα ὡς ἱκνουμένως καὶ ἀστείως εἰρημένον. πρόιθι οὖν καὶ ἐρώτα, εἰ τιμητέον καὶ ἀγαθὰ ὑποληπτέον τὰ τοιαῦτα, ὧν προεπινοηθέντων οἰκείως ἂν ἐπιφέροιτο τὸ τὸν κεκτημένον αὐτὰ ὑπὸ τῆς εὐπορίας ʽοὐκ ἔχειν ὅποι χέσῃʼ. οὐ
Woraus wir bestehen, ist Form und Inhalt. Keins von beiden aber wird ins Nichts verschwinden, so wenig wie es aus dem Nichts hervorgegangen ist. Sondern jeder Teil unseres Wesens wird durch Verwandlung übergeführt in irgendeinen Teil des Weltganzen dieser geht dann wieder in einen andern über und so ins Unendliche. Durch diesen Verwandlungsprozeß erhalte ich mein Dasein, durch ihn erhielten es auch die, die mich erzeugten, und so wieder rückwärts ins Unendliche. Denn “ins Unendliche” darf man wirklich sagen, wenn auch der Weltlauf seine fest begrenzten Zeiträume hat.
Ἐξ αἰτιώδους καὶ ὑλικοῦ συνέστηκα, οὐδέτερον δὲ τούτων εἰς τὸ μὴ ὂν φθαρήσεται, ὥσπερ οὐδὲ ἐκ τοῦ μὴ ὄντος ὑπέστη. οὐκοῦν καταταχθήσεται πᾶν μέρος ἐμὸν κατὰ μεταβολὴν εἰς μέρος τι τοῦ κόσμου καὶ πάλιν ἐκεῖνο εἰς ἕτερον μέρος τι τοῦ κόσμου μεταβαλεῖ καὶ ἤδη εἰς ἄπειρον. κατὰ τοιαύτην δὲ μεταβολὴν κἀγὼ ὑπέστην καὶ οἱ ἐμὲ γεννήσαντες καὶ ἐπανιόντι εἰς ἄλλο ἄπειρον. οὐδὲν γὰρ κωλύει οὕτως φάναι, κἂν κατὰ περιόδους πεπερασμένας ὁ κόσμος διοικῆται.
Die Vernunft und die Lebenskunst sind Kräfte, die sich selbst genügen und die keinen andern Richter über ihre Äußerungen haben als sich selbst. Sie haben ihr Prinzip und ihre Ziele in sich, und richtig heißen ihre Handlungen, weil durch sie der rechte Weg offenbar wird.
Ὁ λόγος καὶ ἡ λογικὴ τέχνη δυνάμεις εἰσὶν ἑαυταῖς ἀρκούμεναι καὶ τοῖς καθ’ ἑαυτὰς ἔργοις. ὁρμῶνται μὲν οὖν ἀπὸ τῆς οἰκείας ἀρχῆς, ὁδεύουσι δὲ εἰς τὸ προκείμενον τέλος, καθὸ κατορθώσεις αἱ τοιαῦται πράξεις ὀνομάζονται τὴν ὀρθότητα τῆς ὁδοῦ σημαίνουσαι.
Nichts ist Sache des Menschen, was ihn als Menschen nichts angeht, was von der menschlichen Natur weder gefordert noch verheißen wird, und was zu ihrer Vollendung nichts beiträgt — was also auch kein Ziel menschlichen Strebens sein oder ein Gut d.i. ein Mittel zu diesem Ziele zu gelangen genannt werden kann. Wäre dies nicht, so hätten wir unrecht, es als eine Pflicht des Menschen anzusehen, dergleichen Dinge zu verachten und sich ihnen zu widersetzen, und dürften den nicht loben, der ihrer nicht bedarf. Auch könnte, wenn dies Güter wären, der nicht gut sein, der freiwillig dem Genusse solcher Dinge entsagt. Nun aber sind wir in der Tat um so viel besser, je mehr wir solcher Dinge uns enthalten, und je leichter wir ihren Mangel ertragen.
Οὐδὲν τούτων ῥητέον ἀνθρώπου, ἃ ἀνθρώπῳ, καθὸ ἄνθρωπός ἐστιν, οὐκ ἐπιβάλλει. οὐκ ἔστιν ἀπαιτήματα ἀνθρώπου οὐδὲ ἐπαγγέλλεται αὐτὰ ἡ τοῦ ἀνθρώπου φύσις οὐδὲ τελειότητές εἰσι τῆς τοῦ ἀνθρώπου φύσεως. οὐ τοίνυν οὐδὲ τὸ τέλος ἐν αὐτοῖς ἐστι τῷ ἀνθρώπῳ κείμενον οὐδέ γε τὸ συμπληρωτικὸν τοῦ τέλους, τὸ ἀγαθόν. ἐπεὶ εἴ τι τούτων ἦν ἐπιβάλλον τῷ ἀνθρώπῳ, οὐκ ἂν τὸ ὑπερφρονεῖν αὐτῶν καὶ κατεξανίστασθαι ἐπιβάλλον ἦν οὐδὲ ἐπαινετὸς ἦν ὁ ἀπροσδεῆ τούτων ἑαυτὸν παρεχόμενος, οὐδ’ ἂν ὁ ἐλαττωτικὸς ἑαυτοῦ ἔν τινι τούτων ἀγαθὸς ἦν, εἴπερ ταῦτα ἀγαθὰ ἦν. νῦν δ᾽, ὅσῳπερ πλείω τις ἀφαιρῶν ἑαυτοῦ τούτων ἢ τοιούτων ἑτέρων ἢ καὶ ἀφαιρούμενός τι τούτων ἀνέχηται, τοσῷδε μᾶλλον ἀγαθός ἐστιν.
Wie die Gedanken sind, die du am häufigsten denkst, ganz so ist auch deine Gesinnung. Denn von den Gedanken wird die Seele gesättigt. Sättige sie also mit solchen wie die: daß man, wo man auch leben muß, glücklich sein könne; daß alles um irgendeiner Sache willen gemacht sei, und wozu es gemacht sei, dahin werde es auch getragen, und wohin es getragen werde, da liege auch der Zweck seines Daseins, wo aber dieser, da sei auch das ihm Zuträgliche und Heilsame. Das den vernünftigen Wesen Heilsame aber ist die Gemeinschaft. Denn zur Gemeinschaft sind wir geboren. Oder liegt es nicht auf der Hand, daß das Geringere um des Besseren willen, die besseren Dinge aber füreinander da sind? Besser aber als das Unbeseelte ist das Beseelte, und besser als dieses das Vernünftige.
Οἷα ἂν πολλάκις φαντασθῇς, τοιαύτη σοι ἔσται ἡ διάνοια· βάπτεται γὰρ ὑπὸ τῶν φαντασιῶν ἡ ψυχή. βάπτε οὐν αὐτὴν τῇ συνεχείᾳ τῶν τοιούτων φαντασιῶν· οἷον, ὅτι ὅπου ζῆν ἐστιν, ἐκεῖ καὶ εὖ ζῆν· ἐν αὐλῇ δὲ ζῆν ἐστιν· ἔστιν ἄρα καὶ εὖ ζῆν ἐν αὐλῇ. καὶ πάλιν, ὅτι οὗπερ ἕνεκεν ἕκαστον κατεσκεύασται, πρὸς τοῦτο φέρεται· πρὸς ὃ φέρεται δέ, ἐν τούτῳ τὸ τέλος αὐτοῦ· ὅπου δὲ τὸ τέλος, ἐκεῖ καὶ τὸ συμφέρον καὶ τὸ ἀγαθὸν ἑκάστου· τὸ ἄρα ἀγαθὸν τοῦ λογικοῦ ζῴου κοινωνία. ὅτι γὰρ πρὸς κοινωνίαν γεγόναμεν, πάλαι δέδεικται· ἢ οὐκ ἦν ἐναργὲς ὅτι τὰ χείρω τῶν κρειττόνων ἕνεκεν, τὰ δὲ κρείττω ἀλλήλων; κρείττω δὲ τῶν μὲν ἀψύχων τὰ ἔμψυχα, τῶν δὲ ἐμψύχων τὰ λογικά.
Nach dem Unmöglichen streben ist wahnsinnig; unmöglich aber ist es, daß der gemeine Mensch anders als gemein handelt.
Τὸ τὰ ἀδύνατα διώκειν μανικόν· ἀδύνατον δὲ τὸ τοὺς φαύλους μὴ τοιαῦτά τινα ποιεῖν.
Nichts geschieht uns, was zu ertragen uns nicht natürlich wäre. Bei manchen Schicksalen sind wir freilich nur aus Stumpfsinn oder aus Prahlerei standhaft und unverwundbar. Und das ist eben das Traurige, daß Gefühllosigkeit und Gefallsucht stärker sein sollen, als Einsicht!
Οὐδὲν οὐδενὶ συμβαίνει ὃ οὐχὶ πέφυκε φέρειν. ἄλλῳ τὰ αὐτὰ συμβαίνει καὶ ἤτοι ἀγνοῶν ὅτι συμβέβηκεν, ἢ ἐπιδεικνύμενος μεγαλοφροσύνην, εὐσταθεῖ καὶ ἀκάκωτος μένει. δεινὸν οὖν ἄγνοιαν καὶ ἀρέσκειαν ἰσχυροτέρας εἶναι φρονήσεως.
Die Umstände sind es nun einmal durchaus nicht, wodurch die Seele berührt wird; sie haben keinen Zugang zu ihr und können sie weder umstimmen, noch irgend bewegen. Die Seele stimmt und bewegt sich einzig selber, und je nach dem Urteil und der Auffassung zu der sie´s bringen kann, gestaltet sie die Dinge, die vor ihr liegen.
Τὰ πράγματα αὐτὰ οὐδ’ ὁπωστιοῦν ψυχῆς ἅπτεται οὐδὲ ἔχει εἴσοδον πρὸς ψυχὴν οὐδὲ τρέψαι οὐδὲ κινῆσαι ψυχὴν δύναται, τρέπει δὲ καὶ κινεῖ αὐτὴ ἑαυτὴν μόνη καὶ οἵων ἂν κριμάτων καταξιώσῃ ἑαυτήν, τοιαῦτα ἑαυτῇ ποιεῖ τὰ προσυφεστῶτα.
Das Gesetz, das uns vorschreibt, den Menschen wohl zu tun und sie zu ertragen, macht sie uns zu den befreundetsten Wesen. Insofern sie uns aber hinderlich werden können, das uns Gebührende zu tun, ist mir der Mensch etwas ebenso Gleichgültiges wie die Sonne, der Wind, das Tier. Nur daß sich ihrem verderblichen Einflusse ja eben entgegentreten läßt. Man entziehe sich ihnen oder suche sie umzuwandeln, so geschieht unserm Streben und unserer Neigung kein Eintrag. Auf diese Weise verwandelt und bildet die Seele ein Hindernis unseres Willens um in sein Gegenteil: was unser Werk aufhalten sollte, gestaltet sich selbst zum guten Werke, und ein Weg eröffnet sich eben da, wo uns der Weg versperrt ward.
Καθ’ ἕτερον μὲν λόγον ἡμῖν ἐστιν οἰκειότατον ἄνθρωπος, καθ’ ὅσον εὖ ποιητέον αὐτοὺς καὶ ἀνεκτέον· καθ̓ ὅσον δὲ ἐνίστανταί τινες εἰς τὰ οἰκεῖα ἔργα, ἕν τι τῶν ἀδιαφόρων μοι γίνεται ὁ ἄνθρωπος οὐχ ἧσσον ἢ ἥλιος ἢ ἄνεμος ἢ θηρίον. ὑπὸ τούτων δὲ ἐνέργεια μέν τις ἐμποδισθείη ἄν, ὁρμῆς δὲ καὶ διαθέσεως οὐ γίνεται ἐμπόδια διὰ τὴν ὑπεξαίρεσιν καὶ τὴν περιτροπήν. περιτρέπει γὰρ καὶ μεθίστησι πᾶν τὸ τῆς ἐνεργείας κώλυμα ἡ διάνοια εἰς τὸ προηγούμενον καὶ πρὸ ἔργου γίνεται τὸ τοῦ ἔργου τούτου ἐφεκτικὸν καὶ πρὸ ὁδοῦ τὸ τῆς ὁδοῦ ταύτης ἐνστατικόν.
Kommentar
Dem, was das Beste in der Welt ist, dem Wesen nämlich, das alles hat und alles verwaltet, gebührt unsere Ehrfurcht. Nicht minder aber auch dem, was das Beste in uns ist. Es ist jenem verwandt, da ja auch in uns etwas ist, was alles andere hat und wovon dein ganzes Leben regiert wird.
Τῶν ἐν τῷ κόσμῳ τὸ κράτιστον τίμα· ἔστι δὲ τοῦτο τὸ πᾶσι χρώμενον καὶ πάντα διέπον. ὁμοίως δὲ καὶ τῶν ἐν σοὶ τὸ κράτιστον τίμα· ἔστι δὲ τοῦτο τὸ ἐκείνῳ ὁμογενές. καὶ γὰρ ἐπὶ σοῦ τὸ τοῖς ἄλλοις χρώμενον τοῦτό ἐστι καὶ ὁ σὸς βίος ὑπὸ τούτου διοικεῖται.
Was dem Staate nicht schadet, schadet auch dem Bürger nicht. Diese Regel halte fest, sooft du dir einbildest, daß dir ein Schaden geschieht. Ist´s keiner für die Gemeinschaft, der du angehörst, dann auch keiner für dich. Und wenn´s für jene keiner ist — kannst du dem Menschen zürnen, der nichts getan hat, was dem Ganzen schadet?
Ὃ τῇ πόλει οὐκ ἔστι βλαβερόν, οὐδὲ τὸν πολίτην βλάπτει. ἐπὶ πάσης τῆς τοῦ βεβλάφθαι φαντασίας τοῦτον ἔπαγε τὸν κανόνα· εἰ ἡ πόλις ὑπὸ τούτου μὴ βλάπτεται, οὐδὲ ἐγὼ βέβλαμμαι· εἰ δὲ ἡ πόλις βλάπτεται, οὐκ ὀργιστέον,τῷ βλάπτοντι τὴν πόλιν τί τὸ παρορώμενον. ἀλλὰ δεικτέον
Denke recht oft daran, wie alles, was ist und was geschieht, so schnell wieder hinweggeführt wird und entschlüpft. Die ganze Materie ist ein ewig bewegter Strom, alles Gewirkte und alles Wirkende ein tausendfacher Wechsel, eine Kette ewiger Verwandlungen. Nichts steht fest. Vorwärts und rückwärts eine Unendlichkeit in der alles verschwindet. Wie töricht also jeder, der mit irgend etwas groß tut, oder von irgendeiner Sache sich hin- und herreißen läßt oder darüber jammert, als ob der Kummer nicht nur kurze Zeit währte.
Πολλάκις ἐνθυμοῦ τὸ τάχος τῆς παραφορᾶς καὶ ὑπεξαγωγῆς τῶν ὄντων καὶ γινομένων. ἤ τε γὰρ οὐσία οἷον ποταμὸς ἐν διηνεκεῖ ῥύσει καὶ αἱ ἐνέργειαι ἐν συνεχέσι μεταβολαῖς καὶ τὰ αἴτια ἐν μυρίαις τροπαῖς καὶ σχεδὸν οὐδὲν ἑστὼς καὶ τὸ πάρεγγυς· τὸ δὲ ἄπειρον τοῦ τε παρῳχηκότος καὶ μέλλοντος ἀχανές, ᾧ πάντα ἐναφανίζεται. πῶς οὖν οὐ μωρὸς ὁ ἐν τούτοις φυσώμενος ἢ σπώμενος ἢ σχετλιάζων ὡς ἔν τινι χρόνῳ καὶ ἐπὶ μακρὸν ἐνοχλήσαντι;
Denke, welch ein winziges Stück des ganzen Weltwesens du bist, wie klein und verschwindend der Punkt in der ganzen Ewigkeit, auf den du gestellt bist, und dein Schicksal — welch ein Bruchteil des gesamten!
Μέμνησο τῆς συμπάσης οὐσίας, ἧς ὀλίγιστον μετέχεις, καὶ τοῦ σύμπαντος αἰῶνος, οὗ βραχὺ καὶ ἀκαριαῖόν σοι διάστημα ἀφώρισται, καὶ τῆς εἱμαρμένης, ἧς πόστον εἶ μέρος;
Hat mich jemand beleidigt — mag er selbst zusehen. Es ist seine Neigung, seine Art zu handeln, der er folgte. Ich habe die meinige, so wie die Natur des Alls sie mir gegeben, und ich handle so, wie meine Natur will, daß ich handeln soll.
Ἄλλος ἁμαρτάνει τι εἰς ἐμέ; ὄψεται· ἰδίαν ἔχει διάθεσιν, ἰδίαν ἐνέργειαν. ἐγὼ νῦν ἔχω, ὅ με θέλει νῦν ἔχειν ἡ κοινὴ φύσις, καὶ πράσσω, ὅ με νῦν πράσσειν θέλει ἡ ἐμὴ φύσις.
Der die Herrschaft führende Teil deines Wesens bleibe stets ungerührt von den leisen oder heftigen Regungen in deinem Fleisch. Er mische sich nicht hinein, beschränke sich auf sein Gebiet und umgrenze jene Reize in den Gliedern. Steigen sie aber auf einem anderen Wege der Mitleidenschaft zur Seele auf, die ja doch immer mit dem Leibe in Verbindung bleibt, dann ist die Empfindung eine naturgemäße, und man darf ihr nicht entgegen sein, nur daß die Vernunft nicht komme und ihr Urteil hinzufüge, ob hier etwas gut oder böse sei.
Τὸ ἡγεμονικὸν καὶ κυριεῦον τῆς ψυχῆς σου μέρος ἄτρεπτον ἔστω ὑπὸ τῆς ἐν τῇ σαρκὶ λείας ἢ τραχείας κινήσεως καὶ μὴ συγκρινέσθω, ἀλλὰ περιγραφέτω αὑτὸ καὶ περιοριζέτω τὰς πείσεις ἐκείνας ἐν τοῖς μορίοις. ὄταν δὲ ἀναδιδῶνται κατὰ τὴν ἑτέραν συμπάθειαν εἰς τὴν διάνοιαν ὡς ἐν σώματι ἡνωμένῳ, τότε πρὸς μὲν τὴν αἴσθησιν φυσικὴν οὖσαν οὐ πειρατέον ἀντιβαίνειν, τὴν δὲ ὑπόληψιν τὴν ὡς περὶ ἀγαθοῦ ἢ κακοῦ μὴ προστιθέτω τὸ ἡγεμονικὸν ἐξ ἑαυτοῦ.
Lebe mit den Göttern! D.h. zeige ihnen, daß deine Seele zufrieden sei mit dem, was sie dir beschieden, daß sie tue, was der Genius will, den uns der höchste Gott als ein Stück seiner selbst zum Leiter und Führer gegeben hat. Dieser Genius aber ist der Geist, die Vernunft eines jeden.
ʽΣυζῆν θεοῖς.ʼ συζῇ δὲ θεοῖς ὁ συνεχῶς δεικνὺς αὐτοῖς τὴν ἑαυτοῦ ψυχὴν ἀρεσκομένην μὲν τοῖς ἀπονεμομένοις, ποιοῦσαν δὲ ὅσα βούλεται ὁ δαίμων, ὃν ἑκάστῳ προστάτην καὶ ἡγεμόνα ὁ Ζεὺς ἔδωκεν, ἀπόσπασμα ἑαυτοῦ. οὗτος δέ ἐστιν ὁ ἑκάστου νοῦς καὶ λόγος.
Kannst du jemand zürnen, der ein körperliches Gebrechen hat? Er kann nichts dafür, wenn seine Nähe dir widerwärtig ist. Ebenso betrachte nun auch die sittlichen Mängel. Allein der Mensch, sagst du, hat seine Vernunft, und kann erkennen, was ihm fehlt. Sehr richtig. Folglich hast du deine Vernunft auch und kannst durch dein vernünftiges Verhalten deinen Nächsten zur Vernunft bringen, kannst dich ihm offenbaren ihn erinnern, und so, wenn er dich hört, ihn heilen, ohne daß du nötig hättest zu zürnen oder zu seufzen oder hoffärtig zu sein.
Τῷ γράσωνι μήτι ὀργίζῃ, μήτι τῷ ὀζοστόμῳ ὀργίζῃ; τί σοι ποιήσει; τοιοῦτον στόμα ἔχει, τοιαύτας μάλας ἔχει, ἀνάγκη τοιαύτην ἀποφορὰν ἀπὸ τοιούτων γίνεσθαι. —ἀλλ’ ὁ ἄνθρωπος λόγον ἔχει, φησί, καὶ δύναται συννοεῖν ἐφιστάνων τί πλημμελεῖ.—εὖ σοι γένοιτο· τοιγαροῦν καὶ σὺ λόγον ἔχεις, κίνησον λογικῇ διαθέσει λογικὴν διάθεσιν, δεῖξον, ὑπόμνησον· εἰ γὰρ ἐπαίει, θεραπεύσεις καὶ οὐ χρεία ὀργῆς.
Wie du beim Abschied vom Leben über das Leben denken wirst, so darfst du schon jetzt darüber denken und danach leben. Hindert man dich, dann scheide freiwillig, doch so, als erführst du dabei nichts Übles. “Ein Rauch ist alles? laßt mich gehen!” Warum scheint dir das so schwer? Solange mich jedoch nichts dergleichen wirklich zwingt, die Welt zu verlassen, will ich auch frei bleiben und mich von niemand hindern lassen zu tun, was ich will. Denn was ich will, ist entsprechend der Natur eines vernünftigen, für das Leben in der Gemeinschaft bestimmten Wesens.
Ὡς ἐξελθὼν ζῆν διανοῇ, οὕτως ἐνταῦθα ζῆν ἔξεστιν· ἐὰν δὲ μὴ ἐπιτρέπωσι, τότε καὶ τοῦ ζῆν ἔξιθι, οὕτως μέντοι ὡς μηδὲν κακὸν πάσχων. καπνὸς καὶ ἀπέρχομαι· τί αὐτὸ πρᾶγμα δοκεῖς; μέχρι δέ με τοιοῦτον οὐδὲν ἐξάγει, μένω ἐλεύθερος καὶ οὐδείς με κωλύσει ποιεῖν ἃ θέλω· θέλω δὲ κατὰ φύσιν τοῦ λογικοῦ καὶ κοινωνικοῦ ζῴου.
Der Geist des Alls ist gesellig. Er hat die Wesen niederer Gattung um der höheren willen erzeugt und die der höheren zueinander gefügt. Man kann es deutlich sehen, wie all sein Tun im Unterordnen und im Beiordnen besteht, wie er einem jeglichen die Stellung gab, die seinem Wesen entspricht, und die Wesen der höchsten Ordnung durch gleichen Sinn einander einte.
Ὁ τοῦ ὅλου νοῦς κοινωνικός. πεποίηκε γοῦν τὰ χείρω τῶν κρειττόνων ἕνεκεν καὶ τὰ κρείττω ἀλλήλοις συνήρμοσεν. ὁρᾷς πῶς ὑπέταξε, συνέταξε, καὶ τὸ κατ̓ ἀξίαν ἀπένειμεν ἑκάστοις καὶ τὰ κρατιστεύοντα εἰς ὁμόνοιαν ἀλλήλων συνήγαγεν.
Prüfe dich, wie du bis dahin dich verhalten hast gegen Götter, Eltern, Brüder, Weib, Kinder, Lehrer, Erzieher, Freunde, Genossen und Diener; ob du bis dahin keinem unter ihnen auf ungebührliche Weise begegnet bist mit Wort und Werk. Erinnere dich, was du schon durchgemacht, und was du imstande gewesen bist zu tragen. Wie leicht ist´s möglich, daß die Geschichte deines Lebens bereits vollendet, dein Dienst vollbracht ist; und wie viel Schönes hast du schon gesehen wie oft ist´s dir vergönnt gewesen, Freud und Leid gering zu achten, deinen Ehrgeiz zu unterdrücken und gegen Unverständige verständig zu sein!
Πῶς προσενήνεξαι μέχρι νῦν θεοῖς, γονεῦσιν, ἀδελφοῖς, γυναικί, τέκνοις, διδασκάλοις, τροφεῦσι, φίλοις, οἰκείοις, οἰκέταις· εἰ πρὸς πάντας σοι μέχρι νῦν ἐστι τό·ἀναμιμνῄσκου δὲ καὶ δι’ οἵων διελήλυθας καὶ οἷα ἤρκεσας ὑπομεῖναι καὶ ὅτι πλήρης ἤδη σοι ἡ ἱστορία τοῦ βίου καὶ τελεία ἡ λειτουργία καὶ πόσα ὦπται καλὰ καὶ πόσων μὲν ἡδονῶν καὶ πόνων ὑπερεῖδες, πόσα δὲ ἔνδοξα παρεῖδες, εἰς ὅσους δὲ ἀγνώμονας εὐγνώμων ἐγένου. μήτε τινὰ ῥέξαι ἐξαίσιον μήτεεἰπεῖν. τι
Warum betrüben rohe unerfahrene Gemüter die gebildeten und erfahrenen? Aber welche Seele nennst du gebildet und erfahren? Die, welche den Ursprung und das Ziel der Dinge und die Vernunft kennt, die das ganze Universum durchdringt und durch die ganze Ewigkeit in bestimmten Perioden alles verwaltet.
Διὰ τί συγχέουσιν ἄτεχνοι καὶ ἀμαθεῖς ψυχαὶ ἔντεχνον καὶ ἐπιστήμονα; τίς οὖν ψυχὴ ἔντεχνος καὶ ἐπιστήμων; ἡ εἰδυῖα ἀρχὴν καὶ τέλος καὶ τὸν δι’ ὅλης τῆς οὐσίας διήκοντα λόγον καὶ διὰ παντὸς τοῦ αἰῶνος κατὰ περιόδους τεταγμένας οἰκονομοῦντα τὸ πᾶν.
Wie lange noch, und du bist Staub und Asche! Und nur der Name lebt noch, ja nicht einmal der Name; denn was ist er? — Ein bloßer Schall und Nachklang. Und was im Leben am meisten geschätzt wird, ist nichtig, faul, von größerer Bedeutung nicht, als wenn sich ein paar Hunde herumbeißen oder ein paar Kinder sich zanken, jetzt lachend und dann wieder weinend. Glaube aber und Ehrfurcht, Gerechtigkeit und Wahrheit —
Ὅσον οὐδέπω σποδὸς ἢ σκελετὸς καὶ ἤτοι ὄνομα ἢ οὐδὲ ὄνομα, τὸ δὲ ὄνομα ψόφος καὶ ἀπήχημα. τὰ δὲ ἐν τῷ βίῳ πολυτίμητα κενὰ καὶ σαπρὰ καὶ μικρὰ καὶ κυνίδια διαδακνόμενα καὶ παιδία φιλόνεικα, γελῶντα, εἶτα εὐθὺς κλαίοντα· πίστις δὲ καὶ αἰδὼς καὶ δίκη καὶ ἀλήθειατί οὖν ἔτι τὸ ἐνταῦθα κατέχον, εἴ γε τὰ μὲν αἰσθητὰ εὐμετάβλητα καὶ οὐχ ἑστῶτα, τὰ δὲ αἰσθητήρια ἀμυδρὰ καὶ εὐπαρατύπωτα, αὐτὸ δὲ τὸ ψυχάριον ἀναθυμίασις ἀφ’ αἵματος, τὸ δὲ εὐδοκιμεῖν παρὰ τοιούτοις κενόν; τί οὖν; περιμένεις ἵλεως τὴν εἴτε σβέσιν εἴτε μετάστασιν· ἕως δὲ ἐκείνης ὁ καιρὸς ἐφίσταται, τί ἀρκεῖ; τί δὲ ἄλλο ἢ θεοὺς μὲν σέβειν καὶ εὐφημεῖν, ἀνθρώπους δὲ εὖ ποιεῖν καὶ ἀνέχεσθαι αὐτῶν καὶ ἀπέχεσθαι· ὅσα δὲ ἐντὸς ὅρων τοῦ κρεᾳδίου καὶ τοῦ πνευματίου, ταῦτα μεμνῆσθαι μήτε σὰ ὄντα μήτε ἐπὶ σοί. πρὸς Ὄλυμπον ἀπὸ χθονὸς εὐρυοδείης.
Stets kann es dir gut gehen, wenn du richtig wandelst, rechtschaffen denkst und tust. Denn von jedem denkenden Wesen, sei es Gott oder Mensch, gilt dieses Zwiefache: einmal, daß es in seinem Laufe von einem andern nicht aufgehalten werden kann, und zweitens, daß sein größtes Gut in der gerechten Sinnes- und Handlungsweise besteht, und sein Streben darüber nicht hinausgeht.
Δύνασαι ἀεὶ εὐροεῖν, εἴ γε καὶ εὐοδεῖν, εἴ γε καὶ ὁδῷ ὑπολαμβάνειν καὶ πράσσειν. δύο ταῦτα κοινὰ τῇ τε τοῦ θεοῦ καὶ τῇ τοῦ ἀνθρώπου καὶ παντὸς λογικοῦ ζῴου ψυχῇ· τὸ μὴ ἐμποδίζεσθαι ὑπ’ ἄλλου καὶ τὸ ἐν τῇ δικαικῇ διαθέσει καὶ πράξει ἔχειν τὸ ἀγαθὸν καὶ ἐνταῦθα τὴν ὄρεξιν ἀπολήγειν.
Wenn dies oder jenes, das sich ereignet, nicht meine Schlechtigkeit noch die Folge meiner Schlechtigkeit ist, noch ein Schaden, der das Ganze trifft, was kann es mir verschlagen? Nur muß man darüber im klaren sein, in welchem Falle das Ganze betroffen wird.
Εἰ μήτε κακία ἐστὶ τοῦτο ἐμὴ μήτε ἐνέργεια κατὰ κακίαν ἐμὴν μήτε τὸ κοινὸν βλάπτεται, τί ὑπὲρ αὐτοῦ διαφέρομαι, τίς δὲ βλάβη τοῦ κοινοῦ;
Nie darfst du dich mit deinen Gedanken von den andern losmachen, sondern mußt ihnen helfen nach besten Kräften und in dem rechten Maße. Sind sie freilich nur in unwesentlichen Dingen heruntergekommen, so dürfen sie das nicht für einen wirklichen Schaden halten. Es ist nur eine schlimme Gewohnheit. Du für deine Person mache es also immer wie jener Greis, der beim Weggehen von einem spielenden Kinde sich dessen Kreisel geben ließ, obwohl er recht gut wußte, daß es nur ein Spielzeug war. Oder wolltest du, ständest du vor dem Richterstuhl und hörtest die Frage, ob du nicht wüßtest, was es mit diesen Dingen auf sich habe, antworten: “Ja, aber sie schienen doch dem und jenem so wünschenswert?” und dann den wohlverdienten Spruch empfangen: “Also, darum mußtest auch du ein Narr sein!” — So sei denn endlich einmal, und gerade wenn du recht verlassen bist, ein glücklicher Mensch, d.i. ein Mensch, der sich das Glück selbst zu bereiten weiß, d.i. die guten Regungen der Seele, die guten Vorsätze und die guten Handlungen.
Μὴ ὁλοσχερῶς τῇ φαντασίᾳ συναρπάζεσθαι, ἀλλὰ βοηθεῖν μὲν κατὰ δύναμιν καὶ κατ’ ἀξίαν, κἂν εἰς τὰ μέσα ἐλαττῶνται, μὴ μέντοι βλάβην αὐτὸ φαντάζεσθαι· κακὸν γὰρ ἔθος. ἀλλ’ ὡς ὁ γέρων ἀπελθὼν τὸν τοῦ θρεπτοῦ ῥόμβον ἀπῄτει, μεμνημένος ὅτι ῥόμβος, οὕτως οὖν καὶ ὧδε. ἐπεί τοι γίνῃ καλῶν ἐπὶ τῶν ἐμβόλων. ἄνθρωπε, ἐπελάθου τί ταῦτα ἦν;—ναί· ἀλλὰ τούτοις περισπούδαστα.—διὰ τοῦτ’ οὖν καὶ σὺ μωρὸς γένῃ;