III
Drittes Buch
Wir müssen uns nicht bloß bedenken, daß das Leben mit jedem Tage schwindet und ein immer kleinerer Teil davon übrigbleibt, sondern auch beherzigen, daß es ja ungewiß ist, wenn man ein längeres Leben vor sich hat, ob sich die Geisteskräfte immer gleichbleiben und zum Verständnis der Dinge, so wie zu all den Wahrnehmungen und Betrachtungen hinreichen werden, die uns auf dem Gebiete des Göttlichen und Menschlichen erfahren machen. Denn wieviele werden im Alter nicht kindisch! Und bei wem ein solcher Zustand eingetreten ist, dem fehlt es zwar nicht an der Fähigkeit zu atmen, sich zu nähren, sich etwas vorzustellen und etwas zu begehren; aber das Vermögen, sich frei zu bestimmen, die Reihe der Pflichten, die ihm obliegen zu überschauen, die Erscheinungen sich zu zergliedern und darüber, ob´s Zeit zum Sterben sei oder was sonst einer durchaus geweckten Denkkraft bedarf, sich klar zu werden — das ist bei ihm erloschen. Also eilen muß man, nicht bloß weil uns der Tod mit jedem Tage näher tritt, sondern auch weil die Fähigkeit, die Dinge zu betrachten und zu verfolgen, oft vorher aufhört.
Οὐχὶ τοῦτο μόνον δεῖ λογίζεσθαι, ὅτι καθ’ ἑκάστην ἡμέραν ἀπαναλίσκεται ὁ βίος καὶ μέρος ἔλαττον αὐτοῦ καταλείπεται, ἀλλὰ κἀκεῖνο λογιστέον, ὅτι, εἰ ἐπὶ πλέον βιῴη τις, ἐκεῖνό γε ἄδηλον, εἰ ἐξαρκέσει ὁμοία αὖθις ἡ διάνοια πρὸς τὴν σύνεσιν τῶν πραγμάτων καὶ τῆς θεωρίας τῆς συντεινούσης εἰς τὴν ἐμπειρίαν τῶν τε θείων καὶ τῶν ἀνθρωπείων. ἐὰν γὰρ παραληρεῖν ἄρξηται, τὸ μὲν διαπνεῖσθαι καὶ τρέφεσθαι καὶ φαντάζεσθαι καὶ ὁρμᾶν καὶ ὅσα ἄλλα τοιαῦτα, οὐκ ἐνδεήσει· τὸ δὲ ἑαυτῷ χρῆσθαι καὶ τοὺς τοῦ καθήκοντος ἀριθμοὺς ἀκριβοῦν καὶ τὰ προφαινόμενα διαρθροῦν καὶ περὶ αὐτοῦ τοῦ εἰ ἤδη ἐξακτέον αὑτὸν ἐφιστάνειν καὶ ὅσα τοιαῦτα λογισμοῦ συγγεγυμνασμένου πάνυ χρῄζει, προαποσβέννυται. χρὴ οὖν ἐπείγεσθαι οὐ μόνον τῷ ἐγγυτέρω τοῦ θανάτου ἑκάστοτε γίνεσθαι, ἀλλὰ καὶ διὰ τὸ τὴν ἐννόησιν τῶν πραγμάτων καὶ τὴν παρακολούθησιν προαπολήγειν.
Merkwürdig ist, wie an den Erzeugnissen der Natur auch das, was nur beiläufiges Merkmal ist, einen gewissen Reiz ausübt. So machen z.B. die Risse und Sprünge im Brot, die gewissermaßen gegen die Absicht des Bäckers sind, die Eßlust besonders rege. Ebenso geht es mit den Feigen, die, wenn sie überreif sind, aufbrechen, und den Oliven, die gerade wegen der Stellen geschätzt werden, wo sie nahe daran sind, faul zu werden. Die niederhängenden Ähren, die Stirnfalte des Löwen, der Schaum am Munde des Ebers und manches andere dergleichen hat freilich keinen Reiz, wenn man´s für sich betrachtet; aber weil es uns an den Werken der Natur und im Zusammenhange mit ihnen entgegentritt, erscheint es als eine Zierde und wirkt anziehend. Fehlt es uns also nur nicht an Empfänglichkeit und an Tiefe des Blicks in die Welt der Dinge, so werden wir kaum etwas von solchen Nebenumständen auffinden, was uns nicht angenehm deuchte. Ebenso werden wir dann aber auch z.B. wirkliche Tierkämpfe nicht weniger gern ansehen, als die Darstellungen, die uns Maler und Bildhauer davon geben; und unser keusches Äuge wird mit gleichem Wohlgefallen auf der würdigen Gestalt des Greises wie auf der liebreizenden des Mädchens ruhen. Doch gehört dazu eben eine innige Vertrautheit mit der Natur und ihren Werken.
Χρὴ καὶ τὰ τοιαῦτα παραφυλάσσειν, ὅτι καὶ τὰ ἐπιγινόμενα τοῖς φύσει γινομένοις ἔχει τι εὔχαρι καὶ ἐπαγωγόν. οἷον ἄρτου ὀπτωμένου παραρρήγνυταί τινα μέρη· καὶ ταῦτα οὖν τὰ διέχοντα οὕτως καὶ τρόπον τινὰ παρὰ τὸ ἐπάγγελμα τῆς ἀρτοποιίας ἔχοντα ἐπιπρέπει πως καὶ προθυμίαν πρὸς τὴν τροφὴν ἰδίως ἀνακινεῖ. πάλιν τε τὰ σῦκα ὁπότε ὡραιότατά ἐστι, κέχηνε καὶ ἐν ταῖς δρυπεπέσιν ἐλαίαις αὐτὸ τὸ ἐγγὺς τῇ σήψει ἴδιόν τι κάλλος τῷ καρπῷ προστίθησι. καὶ οἱ στάχυες κάτω νεύοντες καὶ τὸ τοῦ λέοντος ἐπισκύνιον καὶ ὁ τῶν συῶν ἐκ τοῦ στόματος ῥέων ἀφρὸς καὶ πολλὰ ἕτερα, κατ’ ἰδίαν εἴ τις σκοποίη, πόρρω ὄντα τοῦ εὐειδοῦς, ὅμως διὰ τὸ τοῖς φύσει γινομένοις ἐπακολουθεῖν συνεπικοσμεῖ καὶ ψυχαγωγεῖ· ὥστε, εἴ τις ἔχει πάθος καὶ ἔννοιαν βαθυτέραν πρὸς τὰ ἐν τῷ ὅλῳ γινόμενα, σχεδὸν οὐδὲν οὐχὶ δόξει αὐτῷ καὶ τῶν κατ̓ ἐπακολούθησιν συμβαινόντων ἡδέως πως διασυνίστασθαι. οὗτος δὲ καὶ θηρίων ἀληθῆ χάσματα οὐχ ἧσσον ἡδέως ὄψεται ἢ ὅσα γραφεῖς καὶ πλάσται μιμούμενοι δεικνύουσιν, καὶ γραὸς καὶ γέροντος ἀκμήν τινα καὶ ὥραν καὶ τὸ ἐν παισὶν ἐπαφρόδιτον τοῖς ἑαυτοῦ σώφροσιν ὀφθαλμοῖς ὁρᾶν δυνήσεται· καὶ πολλὰ τοιαῦτα οὐ παντὶ πιθανά, μόνῳ δὲ τῷ πρὸς τὴν φύσιν καὶ τὰ ταύτης ἔργα γνησίως ᾠκειωμένῳ προσπεσεῖται.
Hippokrates hat viele Krankheiten geheilt, dann ist er selbst an einer Krankheit gestorben. Die Chaldäer weissagten vielen den Tod, dann hat sie selber das Geschick ereilt. Alexander, Pompejus, Cäsar — nach dem sie so manche Stadt von Grund aus zerstört und in der Schlacht soviele Tausende ums Leben gebracht, schieden selbst aus dem Leben. Heraklit, der über den Weltbrand philosophiert, starb an der Wassersucht, den Demokrit brachte das Ungeziefer um, den Sokrates — ein Ungeziefer anderer Art. Kurz, zu einem jeden heißt es einmal: du bist eingestiegen, gefahren, im Hafen eingelaufen: so steige nun aus! Geht´s in ein anderes Leben — gewiß in keins, das ohne Götter ist. Ist´s aber ein Zustand der Unempfindlichkeit — auch gut: wir hören auf von Leid und Freude hin gehalten zu werden und verlassen ein Behältnis von um so schlechterer Art je edler der Eingeschlossene, denn er ist Geist und göttlichen Wesens, jenes aber Staub und verweslicher Stoff.
Ἱπποκράτης πολλὰς νόσους ἰασάμενος αὐτὸς νοσήσας ἀπέθανεν. οἱ Χαλδαῖοι πολλῶν θανάτους προηγόρευσαν, εἶτα καὶ αὐτοὺς τὸ πεπρωμένον κατέλαβεν. Ἀλέξανδρος καὶ Πομπήιος καὶ Γάιος Καῖσαρ, ὅλας πόλεις ἄρδην τοσαυτάκις ἀνελόντες καὶ ἐν παρατάξει πολλὰς μυριάδας ἱππέων καὶ πεζῶν κατακόψαντες, καὶ αὐτοί ποτε ἐξῆλθον τοῦ βίου. Ἡράκλειτος περὶ τῆς τοῦ κόσμου ἐκπυρώσεως τοσαῦτα φυσιολογήσας, ὕδατος τὰ ἐντὸς πληρωθείς, βολβίτῳ κατακεχρισμένος ἀπέθανε. Δημόκριτον δὲ οἱ φθεῖρες, Σωκράτην δὲ ἄλλοι φθεῖρες ἀπέκτειναν. τί ταῦτα; ἐνέβης, ἔπλευσας, κατήχθης· ἔκβηθι. εἰ μὲν ἐφ’ ἕτερον βίον, οὐδὲν θεῶν κενὸν οὐδὲ ἐκεῖ· εἰ δὲ ἐν ἀναισθησίᾳ, παύσῃ πόνων καὶ ἡδονῶν ἀνεχόμενος καὶ λατρεύων τοσούτῳ χείρονι τῷ ἀγγείῳ ἤπερ ἐστὶ τὸ ὑπηρετοῦν· τὸ μὲν γὰρ νοῦς καὶ δαίμων, τὸ δὲ γῆ καὶ λύθρος.
Verschwende deine Zeit nicht mit Gedanken über das, was andere angeht, es sei denn, daß du jemand damit ersprießlich sein kannst. Du versäumst offenbar notwendigere Dinge, wenn dich nichts weiter beschäftigt, als was der und jener macht und aus welchem Grunde er so handelt, was er sagt oder will oder anstellt. So etwas zieht den Geist nur ab von der Beobachtung seiner selbst. Man muß alles Eitle und Vergebliche aus der Kette der Gedanken zu entfernen suchen, vorzüglich alle müßige und nichtswürdige Neugier, und sich nur an solche Gedanken gewöhnen, über die wir sofort, wenn uns jemand fragt, was wir gerade denken, gern und mit aller Offenheit Rechenschaft geben können, so daß man gleicht sieht: hier ist alles lauter und gut und so, wie es einem Gliede der menschlichen Gesellschaft geziemt, hier wohnt nichts von Genußsucht und Lüsternheit, nichts von Zank oder Neid oder Mißtrauen, nichts von alle dem, wovon der Mensch nur mit Erröten gestehen kann, daß es seine Seele beschäftige. Und ein solcher Mensch — dem es nun ja auch nicht an dem Streben nach Auszeichnung fehlen kann — ist ein Priester und Diener der Götter, der Gewinn aus dem inneren Gottesbewußtsein zu ziehen weiß, so daß ihn keine Lust beflecken, kein Schmerz verwunden, kein Stolz berücken, nichts Böses überhaupt reizen kann; er ist ein Held in jenem großen Kampf gegen die Leidenschaft und eingetaucht in das Wesen der Gerechtigkeit vermag er jegliches Geschick von ganzer Seele zu begrüßen. Ein solcher Mensch aber denkt selten und nur, wenn es das allgemeine Beste erfordert, an das, was andere sagen oder tun oder meinen. Sondern die eigene Pflicht ist der einzige Gegenstand seines Tuns, so wie, was ihm das Schicksal gesponnen im Gewebe des Ganzen, der Hauptgegenstand seines Nachdenkens. Dort hält er Tugend, hier den guten Glauben. Und in der Tat ist jedem zuträglich, was sich mit ihm zuträgt nach dem Willen des Schicksals. Stets ist er eingedenk, daß alle Vernunftwesen einander verwandt sind, und daß es zur menschlichen Natur gehört, für andere zu sorgen. Nach Ansehen strebt er nur bei denen, die ein naturgemäßes Leben führen, da er ja weiß, was die, die nicht so leben, sind, wie sie´s zu Hause und außer dem Hause, am Tage und bei Nacht und mit wem sie ihr Wesen treiben. Das Lob derer also, die nicht sich selber zu genügen wissen, hat für ihn nicht den geringsten Wert.
Μὴ κατατρίψῃς τὸ ὑπολειπόμενον τοῦ βίου μέρος ἐν ταῖς περὶ ἑτέρων φαντασίαις, ὁπόταν μὴ τὴν ἀναφορὰν ἐπί τι κοινωφελὲς ποιῇ (ἤτοι γὰρ ἄλλου ἔργου στέρῃ). τουτέστι φανταζόμενος τί ὁ δεῖνα πράσσει καὶ τίνος ἕνεκεν καὶ τί λέγει καὶ τί ἐνθυμεῖται καὶ τί τεχνάζεται καὶ ὅσα τοιαῦτα ποιεῖ ἀπορρέμβεσθαι τῆς τοῦ ἰδίου ἡγεμονικοῦ παρατηρήσεως. χρὴ μὲν οὖν καὶ τὸ εἰκῇ καὶ μάτην ἐν τῷ εἱρμῷ τῶν φαντασιῶν περιίστασθαι, πολὺ δὲ μάλιστα τὸ περίεργον καὶ κακόηθες καὶ ἐθιστέον ἑαυτὸν μόνα φαντάζεσθαι, περὶ ὧν εἴ τις ἄφνω ἐπανέροιτο· τί νῦν διανοῇ; μετὰ παρρησίας παραχρῆμα ἂν ἀποκρίναιο ὅτι τὸ καὶ τό· ὡς ἐξ αὐτῶν εὐθὺς δῆλα εἶναι, ὅτι πάντα ἁπλᾶ καὶ εὐμενῆ καὶ ζῴου κοινωνικοῦ καὶ ἀμελοῦντος ἡδονικῶν ἢ καθάπαξ ἀπολαυστικῶν φαντασμάτων ἢ φιλονεικίας τινὸς ἢ βασκανίας καὶ ὑποψίας ἢ ἄλλου τινός, ἐφ’ ᾧ ἂν ἐρυθριάσειας ἐξηγούμενος, ὅτι ἐν νῷ αὐτὸ εἶχες. ὁ γάρ τοι ἀνὴρ ὁ τοιοῦτος, οὐκέτι ὑπερτιθέμενος τὸ ὡς ἐν ἀρίστοις ἤδη εἶναι, ἱερεύς τίς ἐστι καὶ ὑπουργὸς θεῶν, χρώμενος καὶ τῷ ἔνδον ἱδρυμένῳ αὐτῷ, ὃ παρέχεται τὸν ἄνθρωπον ἄχραντον ἡδονῶν, ἄτρωτον ὑπὸ παντὸς πόνου, πάσης ὕβρεως ἀνέπαφον, πάσης ἀναίσθητον πονηρίας, ἀθλητὴν ἄθλου τοῦ μεγίστου, τοῦ ὑπὸ μηδενὸς πάθους καταβληθῆναι, δικαιοσύνῃ βεβαμμένον εἰς βάθος, ἀσπαζόμενον μὲν ἐξ ὅλης τῆς ψυχῆς τὰ συμβαίνοντα καὶ ἀπονεμόμενα πάντα, μὴ πολλάκις δὲ μηδὲ χωρὶς μεγάλης καὶ κοινωφελοῦς ἀνάγκης φανταζόμενον τί ποτε ἄλλος λέγει ἢ πράσσει ἢ διανοεῖται. μόνα γὰρ τὰ ἑαυτοῦ πρὸς ἐνέργειαν † ἔχει καὶ τὰ ἑαυτῷ ἐκ τῶν ὅλων συγκλωθόμενα διηνεκῶς ἐννοεῖ κἀκεῖνα μὲν καλὰ παρέχεται, ταῦτα δὲ ἀγαθὰ εἶναι πέπεισται· ἡ γὰρ ἑκάστῳ νεμομένη μοῖρα συνεμφέρεταί τε καὶ συνεμφέρει. μέμνηται δὲ καὶ ὅτι συγγενὲς πᾶν τὸ λογικόν, καὶ ὅτι κήδεσθαι μὲν πάντων ἀνθρώπων κατὰ τὴν τοῦ ἀνθρώπου φύσιν ἐστί, δόξης δὲ οὐχὶ τῆς παρὰ πάντων ἀνθεκτέον, ἀλλὰ τῶν ὁμολογουμένως τῇ φύσει βιούντων μόνων. οἱ δὲ μὴ οὕτως βιοῦντες ὁποῖοί τινες οἴκοι τε καὶ ἔξω τῆς οἰκίας καὶ νύκτωρ καὶ μεθʼ ἡμέραν, οἷοι μεθʼ οἵων φύρονται, μεμνημένος διατελεῖ. οὐ τοίνυν οὐδὲ τὸν παρὰ τῶν τοιούτων ἔπαινον ἐν λόγῳ τίθεται, οἵγε οὐδὲ αὐτοὶ ἑαυτοῖς ἀρέσκονται.
Tue nichts mit Widerwillen, nichts ohne Rücksicht auf das Gemeinwohl, nichts ungeprüft, nichts wobei du noch ein Bedenken hast. Drücke deine Gedanken aus ohne Ziererei. Sei kein Schwätzer und kein Vielgeschäftiger. Sondern mit einem Worte: der Gott in dir führe das Regiment, welchem Geschlecht, Alter, Beruf, welcher Abkunft und Stellung du nun auch angehören magst, so daß du immer in der Verfassung bist, wenn du abgerufen werden solltest, gern und willig zu folgen. — Eidschwur und Zeugenschaft mußt du immer entbehren können. — Innerlich aber sei heiter, nicht bedürfend, daß die Hilfe von außen dir komme, auch nicht des Friedens bedürftig, den andere uns geben können. — Steh aufrecht, heißt es, nicht: lasse dich stellen!
Μήτε ἀκούσιος ἐνέργει μήτε ἀκοινώνητος μήτε ἀνεξέταστος μήτε ἀνθελκόμενος· μήτε κομψεία τὴν διάνοιάν σου καλλωπιζέτω· μήτε πολυρρήμων μήτε πολυπράγμων ἔσο. ἔτι δὲ ὁ ἐν σοὶ θεὸς ἔστω προστάτης ζῴου ἄρρενος καὶ πρεσβύτου καὶ πολιτικοῦ καὶ Ῥωμαίου καὶ ἄρχοντος, ἀνατεταχότος ἑαυτόν, οἷος ἂν εἴη τις περιμένων τὸ ἀνακλητικὸν ἐκ τοῦ βίου εὔλυτος, μήτε ὅρκου δεόμενος μήτε ἀνθρώπου τινὸς μάρτυρος. ἐνέστω δὲ τὸ φαιδρὸν καὶ τὸ ἀπροσδεὲς τῆς ἔξωθεν ὑπηρεσίας καὶ τὸ ἀπροσδεὲς ἡσυχίας, ἣν ἄλλοι παρέχουσιν. ὀρθὸν οὖν εἶναι χρή, οὐχὶ ὀρθούμενον.
Kannst du im menschlichen Leben etwas Besseres finden als Gerechtigkeit, Wahrheit, Selbstbeherrschung, Tapferkeit oder mit einem Wort: als den Zustand der Seele, wo du in allem, was eine Sache der Vernunft und Selbstbestimmung ist, mit dir selbst, in dem aber, was ohne dich geschieht, mit dem Schicksale zufrieden bist; kannst du, sage ich, etwas entdecken, was noch besser ist als dies, so wende dich dem mit ganzer Seele zu und freue dich, daß du das Beste aufgefunden hast. Sollte es aber in Wahrheit nichts Besseres geben, als den in dir wohnenden Gott, der deine Begierden sich untertänig zu machen weiß, der die Gedanken prüft, den sinnlichen Empfindungen, wie Sokrates sagt, sich zu entziehen sucht, und der sich selbst — den Göttern unterwirft und für das Wohl der Menschen Sorge trägt: solltest du finden, daß gegen dieses alles andere gering ist und verschwindet, so folge nun auch keiner anderen Stimme und laß in deine Seele nichts eindringen, was, wenn es dich einmal angezogen, dich an der ungeteilten Pflege jenes herrlichen Schatzes, deines Eigentums, hindert. Denn diesem Gute, dem höchsten nach Wesen und Wirkung, irgend etwas anderes wie Ehre, Herrschaft, Reichtum, Genuß an die Seite setzen zu wollen, wäre Torheit, weil uns all dieses, selbst wenn wir es nur ein wenig anziehend finden, dann mit einem Male ganz in Beschlag nimmt und verführt. Darum sage ich, man solle einfach und unbedingt das Bessere wählen und ihm anhängen. Das Bessere ist aber auch immer zugleich das Zuträgliche, sei es, daß es uns frommt als denkenden oder als empfindenden Wesen. Finden wir nun etwas, das uns als Vernunftwesen zu fördern verspricht, so müssen wir´s festhalten und pflegen. Ist es aber nur für unser Empfinden zuträglich, so haben wir es mit Bescheidenheit und schlichtem Sinn hin zunehmen, und nur dafür zu sorgen, daß wir uns unser gesundes Urteil bewahren und fortgesetzt die Dinge gehörig prüfen.
Εἰ μὲν κρεῖττον εὑρίσκεις ἐν τῷ ἀνθρωπίνῳ βίῳ δικαιοσύνης, ἀληθείας, σωφροσύνης, ἀνδρείας καὶ καθάπαξ τοῦ ἀρκεῖσθαι ἑαυτῇ τὴν διάνοιάν σου, ἐν οἷς κατὰ τὸν λόγον τὸν ὀρθὸν πράσσοντά σε παρέχεται, καὶτῇ εἱμαρμένῃ ἐν τοῖς ἀπροαιρέτως ἀπονεμομένοις· εἰ τούτου, φημί, κρεῖττόν τι ὁρᾷς, ἐπʼ ἐκεῖνο ἐξ ὅλης τῆς ψυχῆς τραπόμενος τοῦ ἀρίστου εὑρισκομένου ἀπόλαυε. ἐν εἰ δὲ μηδὲν κρεῖττον φαίνεται αὐτοῦ τοῦ ἐνιδρυμένου ἐν σοὶ δαίμονος, τάς τε ἰδίας ὁρμὰς ὑποτεταχότος ἑαυτῷ καὶ τὰς φαντασίας ἐξετάζοντος καὶ τῶν αἰσθητικῶν πείσεων, ὡς ὁ Σωκράτης ἔλεγεν, ἑαυτὸν ἀφειλκυκότος καὶ τοῖς θεοῖς ὑποτεταχότος ἑαυτὸν καὶ τῶν ἀνθρώπων προκηδομένου· εἰ τούτου πάντα τὰ ἄλλα μικρότερα καὶ εὐτελέστερα εὑρίσκεις, μηδενὶ χώραν δίδου ἑτέρῳ, πρὸς ὃ ῥέψας ἅπαξ καὶ ἀποκλίνας οὐκέτι ἀπερισπάστως τὸ ἀγαθὸν ἐκεῖνο, τὸ ἴδιον καὶ τὸ σόν, προτιμᾶν δυνήσῃ. ἀντικαθῆσθαι γὰρ τῷ λογικῷ καὶ πολιτικῷ ἀγαθῷ οὐ θέμις οὐδʼ ὁτιοῦν ἑτερογενές, οἷον τὸν παρὰ τῶν πολλῶν ἔπαινον ἢ ἀρχὰς ἢ πλοῦτον ἢ ἀπολαύσεις ἡδονῶν· πάντα ταῦτα, κἂν πρὸς ὀλίγον ἐναρμόζειν δόξῃ, κατεκράτησεν ἄφνω καὶ παρήνεγκεν. σὺ δέ, φημί, ἁπλῶς καὶ ἐλευθέρως ἑλοῦ τὸ κρεῖττον καὶ τούτου ἀντέχου· “κρεῖττον δὲ τὸ συμφέρον.” εἰ μὲν τὸ ὡς λογικῷ, τοῦτο τήρει· εἰ δὲ τὸ ὡς ζῴῳ, ἀπόφηναι, καὶ ἀτύφως φύλασσε τὴν κρίσιν· μόνον ὅπως ἀσφαλῶς τὴν ἐξέτασιν ποιήσῃ.
Kommentar
Bilde dir nie ein, daß etwas gut für dich sein könnte, was dich nötigt, einmal die Treue zu brechen, die Scham hintanzusetzen, jemand zu hassen, argwöhnisch zu sein, in Verwünschungen auszubrechen, dich zu verstellen oder Dinge zu begehren, bei denen man Vorhänge und verschlossene Türen braucht. Derjenige, welcher die Vernunft, seinen Genius und deren Dienst jederzeit die erste Rolle spielen läßt, wird nie zu einer Tragödie Anlaß geben oder seufzen oder die Einsamkeit oder große Gesellschaft suchen; er wird leben im höchsten Sinne des Worts und weder auf der Jagd noch auf der Flucht. Ob seine Seele auf lange oder kurze Zeit im Leibe eingeschlossen bleiben soll, kümmert ihn wenig; er würde, auch wenn er bald scheiden müßte, sich dazu ganz ebenso auf den Weg machen, wie wenn es gelte, irgend etwas anderes mit Anstand und mit edlem Wesen auszuführen; sondern wofür er durchs ganze Leben Sorge trägt, ist nur das, daß seine Seele sich stets in einem Zustande befinde, der einem auf das Zusammenleben mit andern angewiesenen vernünftigen Wesen geziemt.
Μὴ τιμήσῃς ποτὲ ὡς συμφέρον σεαυτοῦ, ὃ ἀναγκάσει σέ ποτε τὴν πίστιν παραβῆναι, τὴν αἰδῶ ἐγκαταλιπεῖν, μισῆσαί τινα, ὑποπτεῦσαι, καταράσασθαι, ὑποκρίνασθαι, ἐπιθυμῆσαί τινος τοίχων καὶ παραπετασμάτων δεομένου. ὁ γὰρ τὸν ἑαυτοῦ νοῦν καὶ δαίμονα καὶ τὰ ὄργια τῆς τούτου ἀρετῆς προελόμενος τραγῳδίαν οὐ ποιεῖ, οὐ στενάζει, οὐκ ἐρημίας, οὐ πολυπληθείας δεήσεται· τὸ μέγιστον, ζήσει μήτε διώκων μήτε φεύγων, πότερον δὲ ἐπὶ πλέον διάστημα χρόνου τῷ σώματι περιεχομένῃ τῇ ψυχῇ ἢ ἐπ’ ἔλασσον χρήσεται, οὐδ᾽ ὁτιοῦν αὐτῷ μέλει· κἂν γὰρ ἤδη ἀπαλλάσσεσθαι δέῃ, οὕτως εὐλύτως ἄπεισιν, ὡς ἄλλο τι τῶν αἰδημόνως καὶ κοσμίως ἐνεργεῖσθαι δυναμένων ἐνεργήσων, τοῦτο μόνον παρ’ ὅλον τὸν βίον εὐλαβούμενος, τὸ τὴν διάνοιαν ἔν τινι ἀνοικείῳ νοεροῦπολιτικοῦ ζῴου τροπῇ γενέσθαι. καὶ
In der Seele eines Menschen, der in Zucht und Schranken gehalten worden und so gehörig geläutert ist, findet man nun auch jene Wunden und Schäden nicht mehr, die so häufig unter einer gesunden Oberfläche heimlich fortwuchern. Nichts Knechtisches ist in ihm und nichts Geziertes; sein Wesen hat nichts besonders Verbindliches, aber auch nichts Abstoßendes; ihn drückt keine Schuld und nichts, was ihn zu Heimlichkeiten nötigte. Auch hat ein solcher Mensch wirklich “vollendet”, wenn ihn das Schicksal ereilt, was man von andern oft nur mit demselben Rechte sagt, wie von dem Helden eines Dramas, daß er ein tragischer sei, noch ehe das Stück geendet hat.
Οὐδὲν ἂν ἐν τῇ διανοίᾳ τοῦ κεκολασμένου καὶ ἐκκεκαθαρμένου πυῶδες οὐδὲ μὴν μεμολυσμένον οὐδὲ ὕπουλον εὕροις· οὐδὲ ἀσυντελῆ τὸν βίον αὐτοῦ ἡ πεπρωμένη καταλαμβάνει, ὡς ἄν τις εἴποι τὸν τραγῳδὸν πρὸ τοῦ τελέσαι καὶ διαδραματίσαι ἀπαλλάσσεσθαι· ἔτι δὲ οὐδὲν δοῦλον οὐδὲ κομψὸν οὐδὲ προσδεδεμένον οὐδὲ ἀπεσχισμένον οὐδὲ ὑπεύθυνον οὐδὲ ἐμφωλεῦον.
Was die Fähigkeit zu urteilen und Schlüsse zu machen anbetrifft, so mußt du sie in Ehren halten. Denn es wohnt ihr die Kraft bei, zu verhüten, daß sich in deiner Seele irgendeine Ansicht festsetze, welche widernatürlich ist oder einem vernunftbegabten Wesen unangemessen. Ihre Bestimmung ist, uns geistig unabhängig zu machen, den Menschen zugetan und den Göttern gehorsam.
Τὴν ὑποληπτικὴν δύναμιν σέβε. ἐν ταύτῃ τὸ πᾶν, ἵνα ὑπόληψις τῷ ἡγεμονικῷ σου μηκέτι ἐγγένηται ἀνακόλουθος τῇ φύσει καὶ τῇ τοῦ λογικοῦ ζῴου κατασκευῇ, αὕτη δὲ ἐπαγγέλλεται ἀπροπτωσίαν καὶ τὴν πρὸς ἀνθρώπους οἰκείωσιν καὶ τὴν τοῖς θεοῖς ἀκολουθίαν.
Alles übrige ist Nebensache. Das Wenige, was ich gesagt habe, reicht völlig hin. Dabei bleibe man sich bewußt, daß jeder eigentlich nur dem gegenwärtigen Augenblick lebe. Denn alles übrige ist entweder durchlebt oder in Dunkel gehüllt. Also ein Kleines ist´s, was jeder lebt, und ein Kleines, wo er lebt — das Winkelchen Erde, und ein Kleines der Ruhm, auch der größte, den er hinterläßt: damit er sich forterbe in der Kette dieser Menschenkinder, die so geschwind sterben müssen und die nicht einmal sich selbst begreifen, geschweige denn einen längst vor ihnen Gestorbenen!
Πάντα οὖν ῥίψας ταῦτα μόνα τὰ ὀλίγα σύνεχε καὶ ἔτι συμμνημόνευε, ὅτι μόνον ζῇ ἕκαστος τὸ παρὸν τοῦτο, τὸ ἀκαριαῖον· τὰ δὲ ἄλλα ἢ βεβίωται ἢ ἐν ἀδήλῳ, μικρὸν μὲν οὖν ὃ ζῇ ἕκαστος· μικρὸν δὲ τὸ τῆς γῆς γωνίδιον ὅπου ζῇ· μικρὸν δὲ καὶ ἡ μηκίστη ὑστεροφημία καὶ αὕτη δὲ κατὰ διαδοχὴν ἀνθρωπαρίων τάχιστα τεθνηξομένων καὶ οὐκ εἰδότων οὐδὲ ἑαυτοὺς οὐδέ γε τὸν πρόπαλαι τεθνηκότα.
Den aufgestellten Lebensregeln ist aber noch eine hinzuzufügen. Von jedem Gegenstande, der sich deinem Nachdenken darbietet, suche dir stets einen klaren und bestimmten Begriff zu machen, so daß du weißt, was er an sich und was er nach allen seinen Beziehungen ist, damit du ihn selbst sowohl wie seine einzelnen Momente nennen und bezeichnen kannst. Denn nichts erzeugt in dem Grad hohen Sinn und edle Denkungsart, als wenn man imstande ist, sich von jeder im Leben gemachten Erfahrung, dem Wesen ihres Gegenstandes und ihrer Vermittlung nach, Rechenschaft zu geben, und alle Begebenheiten so anzusehen, daß man bei sich überlegt, in welchem Zusammenhang sie erscheinen und welche Stelle sie in demselben einnehmen, welchen Wert sie für das Ganze haben und was sie dem Menschen bedeuten, diesem Bürger eines höchsten Reiches, zu dem sich die übrigen Reiche wie die einzelnen Häuser zu der ganzen Ortschaft verhalten daß man weiß, was man jedesmal vor sich hat, wo es sich herschreibt und wie lange es bestehen wird, und wie sich der Mensch dazu zu verhalten habe, ob milde oder tapfer, zweifelsüchtig oder vertrauend voll, hingebend oder auf sich selbst beruhend; so daß man sich von jedem Einzelnen sagen muß, entweder: es kommt von Gott, oder: es ist ein Stück jenes großen Gewebes, das das Schicksal spinnt, und so und so gefügt, oder endlich: es kommt von einem unsrer Genossen und Brüder, der nicht gewußt hat, was naturgemäß ist. Du aber weißt es, und darum begegnest du ihm, wie es das natürliche Gesetz der Gemeinschaft fordert, mit Liebe und Gerechtigkeit. Und auch in gleichgültigen Dingen zeigst du ein ihrem Wert entsprechendes Verhalten.
Τοῖς δὲ εἰρημένοις παραστήμασιν ἓν ἔτι προσέστω, τὸ ὅρον ἢ ὑπογραφὴν ἀεὶ ποιεῖσθαι τοῦ ὑποπίπτοντος φανταστοῦ, ὥστε αὐτὸ ὁποῖόν ἐστι κατ’ οὐσίαν, γυμνόν, ὅλον δι’ ὅλων διῃρημένως βλέπειν καὶ τὸ ἴδιον ὄνομα αὐτοῦ καὶ τὰ ὀνόματα ἐκείνων, ἐξ ὧν συνεκρίθη καὶ εἰς ἃ ἀναλυθήσεται, λέγειν παρ’ ἑαυτῷ. οὐδὲν γὰρ οὕτως μεγαλοφροσύνης ποιητικόν, ὡς τὸ ἐλέγχειν ὁδῷ καὶ ἀληθείᾳ ἕκαστον τῶν τῷ βίῳ ὑποπιπτόντων δύνασθαι καὶ τὸ ἀεὶ οὕτως εἰς αὐτὰ ὁρᾶν, ὥστε συνεπιβάλλειν ὁποίῳ τινὶ τῷ κόσμῳ ὁποίαν τινὰ τοῦτο χρείαν παρεχόμενον τίνα μὲν ἔχει ἀξίαν ὡς πρὸς τὸ ὅλον, τίνα δὲ ὡς πρὸς τὸν ἄνθρωπον, πολίτην ὄντα πόλεως τῆς ἀνωτάτης, ἧς αἱ λοιπαὶ πόλεις ὥσπερ οἰκίαι εἰσίν· τί ἐστὶ καὶ ἐκ τίνων συγκέκριται καὶ πόσον χρόνον πέφυκε παραμένειν τοῦτο τὸ τὴν φαντασίαν μοι νῦν ποιοῦν καὶ τίνος ἀρετῆς πρὸς αὐτὸ χρεία, οἷον ἡμερότητος, ἀνδρείας, πίστεως, ἀφελείας, αὐταρκείας, τῶν λοιπῶν. διὸ δεῖ ἐφ̓ ἑκάστου λέγειν· τοῦτο μὲν παρὰ θεοῦ ἥκει, τοῦτο δὲ κατὰ τὴν σύλληξιν καὶ τὴν συμμηρυομένην σύγκλωσιν καὶ τὴν τοιαύτην σύντευξίν τε καὶ τύχην, τοῦτο δὲ παρὰ τοῦ συμφύλου καὶ συγγενοῦς καὶ κοινωνοῦ, ἀγνοοῦντος μέντοι ὅ τι αὐτῷ κατὰ φύσιν ἐστίν. ἀλλ’ ἐγὼ οὐκ ἀγνοῶ· διὰ τοῦτο χρῶμαι αὐτῷ κατὰ τὸν τῆς κοινωνίας φυσικὸν νόμον εὔνως καὶ δικαίως, ἅμα μέντοι τοῦ κατ’ ἀξίαν ἐν τοῖς μέσοις συστοχάζομαι.
Kommentar
Wenn du der gesunden Vernunft folgst und bei dem, was dir zu tun gerade obliegt, mit Eifer, Kraft und Liebe tätig bist, ohne daß dich ein anderer Gedanke dabei leitet, als der, dein Inneres rein zu erhalten, als solltest du bald deinen Geist aufgeben; wenn du dich auf diese Weise zusammennimmst und dabei weder zögerst noch eilst, sondern dir genügen lässest an der dir von Natur zu Gebote stehenden Energie und an der Wahrhaftigkeit, die aus jedem deiner Worte hervor leuchten muß, so wirst du ein glückliches Leben führen. Und ich wüßte nicht, wer dich daran hindern sollte.
Ἐὰν τὸ παρὸν ἐνεργῇς ἑπόμενος τῷ ὀρθῷ λόγῳ, ἐσπουδασμένως, ἐρρωμένως, εὐμενῶς, καὶ μηδὲν παρεμπόρευμα, ἀλλὰ τὸν ἑαυτοῦ δαίμονα καθαρὸν ἑστῶτα τηρῇς, ὡσεὶ καὶ ἤδη ἀποδοῦναι δέοι· ἐὰν τοῦτο συνάπτῃς μηδὲν περιμένων μηδὲ Φεύγων, ἀλλὰ τῇ παρούσῃ κατὰ Φύσιν ἐνεργείᾳ καὶ τῇ ὧν λέγεις καὶ Φθέγγῃ ἡρωικῇ ἀληθείᾳ ἀρκούμενος, εὐζωήσεις. ἔστι δὲ οὐδεὶς ὁ τοῦτο κωλῦσαι δυνάμενος.
Wie die Ärzte zu raschen Heilungen stets ihre Instrumente und Eisen zur Hand haben, so mußt du behufs der Erkenntnis göttlicher und menschlicher Dinge die Lehren der Philosophie in steter Bereitschaft halten, damit du in allem, auch im Kleinsten, immer so handelst wie einer, der sich des Zusammenhangs beider bewußt ist. Denn Menschliches läßt sich ebensowenig richtig behandeln ohne Beziehung auf Göttliches als umgekehrt.
Ὥσπερ οἱ ἰατροὶ ἀεὶ τὰ ὄργανα καὶ σιδήρια πρόχειρα ἔχουσι πρὸς τὰ αἰφνίδια τῶν θεραπευμάτων, οὕτω τὰ δόγματα σὺ ἕτοιμα ἔχε πρὸς τὸ τὰ θεῖα καὶ ἀνθρώπινα εἰδέναι, καὶ πᾶν καὶ τὸ μικρότατον οὕτω ποιεῖν ὡς τῆς ἀμφοτέρων πρὸς ἄλληλα συνδέσεως μεμνημένον. οὔτε γὰρ ἀνθρώπινόν τι ἄνευ τῆς ἐπὶ τὰ θεῖα συναναφορᾶς εὖ πράξεις οὔτ̓ ἔμπαλιν.
Kommentar
Höre endlich auf, dich selbst zu verwirren! Es ist nicht daran zu denken, daß du dazu kommst, was du dir für spätere Zeiten deines Lebens aufbehalten hattest, dies und jenes zu treiben und zu lesen und wieder hervorzusuchen. Darum gib solche törichte Pläne auf, und wenn du dich selber lieb hast, schaffe dir — noch vermagst du´s — eiligst die Hilfe, deren du bedarfst!
Μηκέτι πλανῶ· οὔτε γὰρ τὰ ὑπομνημάτιά σου μέλλεις ἀναγινώσκειν οὔτε τὰς τῶν ἀρχαίων Ῥωμαίων καὶ Ἑλλήνων πράξεις καὶ τὰς ἐκ τῶν συγγραμμάτων ἐκλογάς, ἃς εἰς τὸ γῆρας σαυτῷ ἀπετίθεσο. σπεῦδε οὖν εἰς τέλος καὶ τὰς κενὰς ἐλπίδας ἀφεὶς σαυτῷ βοήθει, εἴ τί σοι μέλει σαυτοῦ, ἕως ἔξεστιν.
In manchem Wort, das unbedeutend scheint, wie z.B. Stehlen, Säen, Kaufen, Ruhen, Sehen, was es zu tun gibt, liegt oft ein tieferer Sinn. Wie mancher sagt: “ich will doch sehen, was es gibt”, und denkt nicht daran, daß es dazu eines anderen Schauens bedarf, als das der Augen.
Οὐκ ἴσασι, πόσα σημαίνει τὸ κλέπτειν, τὸ σπείρειν, τὸ ὠνεῖσθαι, τὸ ἡσυχάζειν, τὸ ὁρᾶν τὰ πρακτέα, ὃ οὐκ ὀφθαλμοῖς γίνεται ἀλλ’ ἑτέρᾳ τινὶ ὄψει.
Leib, Seele, Geist — das war jene Dreiheit: der Leib mit seinen Empfindungen, die Seele mit ihren Begierden und der Geist mit seinen Erkenntnissen. Aber Bilder und Vorstellungen haben auch unsere Haustiere; von Begierden in Bewegung gesetzt werden auch die wilden Tiere oder Menschen, die nicht mehr Menschen sind, ein Phalaris, ein Nero; in allem, was vorteilhaft scheint, sich vom Geiste leiten zu lassen, ist auch die Sache solcher, die das Dasein der Götter leugnen, das Vaterland verraten und die schändlichsten Dinge tun, sobald es nur niemand sieht. Wenn soweit also jenes etwas allen Gemeinsames ist, so bleibt als das dem Guten Eigentümliche nur übrig, das ihm vom Schicksal Bestimmte willkommen zu heißen, das Heiligtum in seiner Brust nicht zu entweihen, sich nicht durch Gedankenmenge zu verwirren, sondern im Gleichmaß zu verharren, der Stimme des Gottes zu folgen, nichts zu reden wider die Wahrheit und nichts zu tun wider die Gerechtigkeit. Und daß man dabei ein einfaches, züchtiges und wohlgemutes Leben führt, daran sollte eigentlich niemand zweifeln. Geschähe es aber, wir würden deshalb doch keinem zürnen, noch von dem Wege weichen, der an das Ziel des Lebens führt, bei welchem wir unbefleckt, gelassen, wohlgerüstet und willig dem Schicksal gehorchend ankommen müssen.
Σῶμα, ψυχή, νοῦς· σώματος αἰσθήσεις, ψυχῆς ὁρμαί, νοῦ δόγματα. τὸ μὲν τυποῦσθαι φανταστικῶς καὶ τῶν βοσκημάτων· τὸ δὲ νευροσπαστεῖσθαι ὁρμητικῶς καὶ τῶν θηρίων καὶ τῶν ἀνδρογύνων καὶ Φαλάριδος καὶ Νέρωνος· τὸ δὲ τὸν νοῦν ἡγεμόνα ἔχειν ἐπὶ τὰ φαινόμενα καθήκοντα καὶ τῶν θεοὺς μὴ νομιζόντων καὶ τῶν τὴν πατρίδα ἐγκαταλειπόντων καὶ τῶν ποιούντων, ἐπειδὰν κλείσωσι τὰς θύρας. εἰ οὖν τὰ λοιπὰ κοινά ἐστι πρὸς τὰ εἰρημένα, λοιπὸν τὸ ἴδιόν ἐστι τοῦ ἀγαθοῦ φιλεῖν μὲν καὶ ἀσπάζεσθαι τὰ συμβαίνοντα καὶ συγκλωθόμενα αὐτῷ, τὸν δὲ ἔνδον ἐν τῷ στήθει ἱδρυμένον δαίμονα μὴ φύρειν μηδὲ θορυβεῖν ὄχλῳ φαντασιῶν, ἀλλὰ ἵλεων διατηρεῖν, κοσμίως ἑπόμενον θεῷ, μήτε φθεγγόμενόν τι παρὰ τὰ ἀληθῆ μήτε ἐνεργοῦντα παρὰ τὰ δίκαια. εἰ δὲ ἀπιστοῦσιν αὐτῷ πάντες ἄνθρωποι, ὅτι ἁπλῶς καὶ αἰδημόνως καὶ εὐθύμως βιοῖ, οὔτε χαλεπαίνει τινὶ τούτων οὔτε παρατρέπεται τῆς ὁδοῦ τῆς ἀγούσης ἐπὶ τὸ τέλος τοῦ βίου, ἐφ’ ὃ δεῖ ἐλθεῖν καθαρόν, ἡσύχιον, εὔλυτον, ἀβιάστως τῇ ἑαυτοῦ μοίρᾳ συνηρμοσμένον.